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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 18.1948/​1950

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https://doi.org/10.11588/diglit.42247#0052

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W. Kimmig

geschoben wurden. Es wird mit zu den Aufgaben künftiger badischer Urgeschichts-
forschung gehören, das von G. Kraft mit viel Schwung und Initiative begonnene
Werk zu einem guten Abschluß zu führen.
Die Funde:
A. Verzierte Scherben.
1. Wandscherben mit Stich-, Stempel- und Rädchenverzierung (Taf. 9, 11—15.
17—21), darunter Doppelstiche (Geißfuß) (Taf. 9, 11. 17), breite Rechteckstempel
(Taf. 9, 17. 19. 21), Rädchen (Taf. 9, 12—13), Fransenstich (Taf. 9, 18). — 2. Wand-
scherben mit nadelfeiner Stichverzierung, darunter Schrägstich (Taf. 9, 7—9) und
Lochstich (Taf. 9, 10). — 3. Gekerbte Ränder (Taf. 9, 22—23. 26—28). Die Kerbung
erfolgte meist durch horizontales Eindrücken kleiner Stäbchen. — 4. Randstücke mit
Schnittlinien und Dellen unter der Randkante, meist gröbere Ware (Taf. 9, 24—25.
29). — 5. Wandscherben mit runden und viereckigen Durchbohrungen unter dem
Rand, gröbere Ware (Taf 9, 1—2).
B. Unverzierte Scherben.
1. Henkeltopf, Henkelansätze gesichert, braun, H. 13,4 cm (Taf. 10, 1). — 2. Flaschen-
artige Gefäße mit Trichterrand, z. T. mit Ansätzen abgeplatzter Warzen, braun
(Taf. 10, 3—4. 8. 11). •— 3. Trichterrandschalen, z. T. mit senkrecht durchbohrten War-
zen bzw. Knubben, Randdm. 24,4 cm (Taf. 10, 2. 6). — 4. Steilwandige Schale,
Randdm. 22 cm, braunschwarz (Taf. 10, 15). — 5. Steilwandige Näpfe, Randdm. zwi-
schen 11 und 18 cm, braun-braunschwarz (Taf. 10, 8—9. 12—13. 16). — 6. Gefäße mit
steil konischem Oberteil, meist gröbere Machart, wechselnde Größe, Randdm. 10,
20 und 28 cm (Taf. 10, 10. 19—20). — 7. Kleinere Randstücke der Formen 1—6,
Profilstellung im einzelnen nicht immer ganz gesichert (Taf. 10, 18. 22—-39).
C. Knubben und Bandhenkel.
1. Zahlreiche Knubbenhenkel, senkrecht und waagrecht gestellt, Größe der Bohrung
schwankend, jedoch nie zum Durchfassen, Machart mittel-grob, braun-braunschwarz
(Taf. 12, 2—4. 7—16). — 2. Zwei Bandhenkel, nicht zum Durchfassen, Ton und
Machart wie oben (Taf. 12, 5—6). — 3. Ein Doppelhenkelchen (Taf. 12, 1).
D. Warzen.
Griifwarzen verschiedenener Form und Größe. Z. T. mehr in Form von Zapfen, meist
aufgesetzt, selten aus dem Ton gezogen. Anbringung fast immer am Rand, manch-
mal hart darunter, selten auf der Wandung. Ton mittel-fein, Farbe braun-braun-
schwarz (Taf. 11, 1—12).
E. Bodenstücke.
1. Vier Stücke von Standringen, die zu Fußgefäßen nicht rekonstruierbarer Form,
etwa wie A. Stroh a. a. O. Abb. 2, 26; 43 Typentaf. 4 n oder verwandten Gattungen
gehören (Taf. 9, 3—6). — 2. Zwei einfache Böden (Taf. 10, 17. 21).
F. B a c k t e 11 e r.
Backteller verschiedener Dicke und Größe, z. T. mit Randkerben, meist sehr grob
gemagert, braun (Taf. 13, 41—47).
G. Feuersteine.
1. Dreieckpfeilspitzen mit gerader und eingezogener Basis, teilweise einfach rand-
retuschiert, teilweise beidseitig übermuschelt, Größen zwischen 1,5 und 3,8 cm (Taf.
13, 11—23). — 2. Klingenbruchstücke mit grober und feiner Randretusche (Taf. 13,
27. 29. 31—32). — 3. Klingenbruchstücke mit Stilansatz (Taf. 13, 28. 30). — 4. Dau-
men- bzw. Rundkratzer mit guter Randretusche (Taf. 13, 24—26. 33). — 5. Dicken-
bännlispitze (Taf. 13, 39). — 6. Kleingerät nicht näher bestimmbarer Art (Taf. 13,
35—38. 40).
H. Steinbeile.
Steinbeile verschiedener Form und Größe: 1. walzenförmig (Taf. 11, 18). — 2. spitz-
nackig mit angeschliffener Schneide, ovalem (Taf. 11, 17. 22) oder flach-kantigem
Querschnitt (Taf. 11, 13—14. 19). — 3. Zwei Flachhacken, schuhleistenkeilartig, L. 7,1
und 10,8 cm (Taf. 11, 15. 21). — 4. Durchbohrtes Bruchstück (Taf. 11, 16).
 
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