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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 18.1948/​1950

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https://doi.org/10.11588/diglit.42247#0144

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F. Garscha, K. Hammel, W. ICimmig, G. Kraft (t), E. Schmid

daß es sich nur um eine Notgrabung großen Stiles gehandelt hat, bei der nicht
alle Beobachtungen mit der wünschenswerten Genauigkeit durchgeführt wer-
den konnten.
Lage der Fundstelle und Bodenverhältnisse.
Das Ausgrabungsgelände gehört heute zur Gemarkung Merdingen, die auf der
Niederterrasse im Dreieck zwischen dem Rhein im Südwesten (6—7 km), dem
Kaiserstuhl im Norden und Nordwesten (3,5 km) und dem Tuniberg im Süd-
osten gelegen ist. Es erstreckt sich in nordsüdlicher Richtung, 1,1 km westlich
der Kirche von Merdingen, rund 2,3 km östlich des Ortsetters von Gündlingen
und etwa 0,5 km nordöstlich des „Dimberges“, jener am weitesten nach We-
sten vorspringenden Nase des Tunibergers (Abb. 12 und 13). Die heutigen Flur-
namen sind: „Am Breisacher Weg“ und „Spirles Hägle“.
Das ebene Gelände der Niederterrasse besteht aus Rheinschotter, der heute
stellenweise, besonders am Fuß des Tuniberges, eine 0,3—0,5 m starke Lehm-
decke trägt. Der gewachsene Boden (Rheinkies) ist meist hell, stellenweise
eisenschüssig und verschmutzt. Während sich an der engsten Stelle zwischen
Kaiserstuhl und Tuniberg weite Riede erstrecken (südlich Wasenweiler), ist
das mit Lehm bedeckte, nordwestliche Vorland des Tuniberges etwas höher
und trocken und heute fruchtbares Ackerland.


Abb. 13. Die Besiedlung der Gemarkung Merdingen in alamannischer
und mittelalterlicher Zeit.
Maßstab 1 : 25 000
 
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