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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 18.1948/​1950

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https://doi.org/10.11588/diglit.42247#0297

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Fundschau 1944—1948: Befestigungsanlagen

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Landstraße nach Liel am Südostausgang des Ortes gelegenen Lößhang eine
Kellerausschachtung vornehmen. Dabei wurden zahlreiche mittelalterliche Ge-
genstände wie Nägel, Bohrer, Ofenkacheln, Scherben, darunter große Gefäß-
trichter und ein Standgefäß mit drei Füßen gefunden. Es ist die gleiche Stelle,
bei der schon 1929 römische und mittelalterliche Kulturschichten angeschnitten
wurden (vgl. Bad. Fundber. II, 1929—1932, 163).
Mtbl. 139 Kandern. — Verbleib: MfU. Freiburg. (Kuhn)
Tiengen (Freiburg), Ortsetter.
Im Mai 1944 wurde in der etwa 3 m hohen Lößwand an der Nordostseite des
Gartens von J. G. Schächtele eine 1 m tiefe Grube beobachtet, deren Sohle mit
Aschen-, Kohlen- und Wandbewurfresten 10 cm hoch bedeckt war. Ein stark
profiliertes Rand- und ein Henkelstück sind auf der Töpferscheibe gearbeitet
und bestehen aus schwarzem, rauhem Ton. Sie deuten auf Mittelalter.
Mtbl. 116 Ehrenstetten. — Verbleib: MfU. Freiburg. (Wangart)
Wehr (Säckingen), Burgruine Wehr.
Im Januar 1948 wurden im Gelände der Burg große Mengen von Ziegelbrok-
ken, Reste grünglasierter Ofenkacheln, oxydierte Glasreste, Scherben hartge-
brannter Tonware und eine kleine Eisenschnalle mit Dorn gefunden. Gotisch?
Mtbl. 154 Wehr. — Verbleib: Heimatmuseum Säckingen. (Em. Gersbach)
Befestigungsanlagen
Im Berichtszeitraum konnte mit der Untersuchung einer seit Jahren schon
beobachteten Wallanlage auf dem Grenzacher Hörnli begonnen werden. In
zwei Grabungsabschnitten war es möglich, wichtige Feststellungen zur Da-
tierung und Bauweise des Walles zu machen, worüber noch im einzelnen zu
berichten sein wird. Nach wie vor sehen wir in der planmäßigen Vermessung
der im Gelände noch sichtbaren Befestigungsanlagen aus ur- und früh-
geschichtlicher Zeit eine wichtige Aufgabe. (A. E.)
Grenzach (Lörrach) „Grenzacherhorn“.
Vom 3.—19. September 1947 unternahm das Landesamt mit den Studenten
des Universitäts-Institutes und in Zusammenarbeit mit dem Iinstitut für Ur-
und Frühgeschichte der Schweiz in Basel (Prof. Laur-Belart) eine erste Unter-
suchung der Wallanlage auf dem Hörnli bei Grenzach. Die Unternehmung
wurde durch eine großzügige Lebensmittelspende des Basler Instituts und der
dortigen chemischen Fabrik Ciba unterstützt. Es gelang die Freilegung einer
hallstattzeitlichen Mauer im Kern des Walles, der sich selbst als eine früh-
mittelalterliche Anlage erwies. Eine ausführliche Veröffentlichung wird nach
Abschluß der Grabung vorgelegt.
Mtbl. 164 Weil. — Verbleib: MfU. Freiburg. (Kimmig)
Hilzingen (Konstanz) „Heilsperg“.
Der von E. Wagner, Fundstätten 1 (1908) 21 unter Gottmadingen verzeichnete
Ringwall auf dem „Heilsperg“, der im Volk unter dem Namen „Altstadt Bart-
lingen“ bekannt ist, wurde im August 1949 erneut begangen. Der Wall liegt
in der Nordostecke des zwischen Hilzingen, Ebringen und Gottmadingen ge-
 
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