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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 18.1948/​1950

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https://doi.org/10.11588/diglit.42247#0303

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Fundschau 1S44—1948 : Unbestimmbare Gräber

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des Krebsberges hinzog. Das Hindernis ist inzwischen beseitigt, genaue Fund-
einmessungen sind daher unmöglich.
Im Oktober 1944 fand man 21 m westlich des Hindernisses und 5 m südlich
der Landstraße einen menschlichen Unterkiefer und auf mehrere Meter zer-
streut weitere, kleine Knochenteile.
9 m östlich des Höckerhindernisses und 11,5 m südlich der Landstraße trat in
1,25 m Tiefe der Oberteil eines menschlichen Schädels zutage. Verfärbungen
über dem Schädel, die zu Gruben gehören können, haben mit diesem offenbar
nichts zu tun. Die Situation ist unklar.
2. „Hochstetter Feld“.
Im Oktober 1944 wurde bei Schanzarbeiten ein südwest (Kopf) - nordost ge-
richtetes Skelett zerstört. Dabei unkenntliche Reste von Bronze.
3. „Hochstetter Feld“.
Im November 1944 wurde im Panzergraben Ihringen—Hochstetten etwa
283 m südlich der Bahnlinie, wenig nördlich von Punkt 195,8 des Mtbl. von
Schanzern ein menschliches Skelett angeschnitten und zertrümmert. Folgende
Feststellungen waren noch zu treffen: deutlich erkennbare, 1,85 m lange,
0,55 m breite und 0,65 m tiefe Grabgrube. Skelett offenbar gut erhalten, aber
gestört. Am linken Fuß ein Bronzestück. Wegen Grünfärbung der Knochen
offenbar noch weitere Bronzebeigaben vorhanden. Angeblich erhaltene, blonde
Haare stellten sich als Büschel feiner Pflanzenwürzelchen heraus.
4. Im November 1944 wurden 3 m östlich des km-Steines 3,5 und 9 m süd-
lich der Landstraße Ihringen—Breisach in etwa 1 m Tiefe drei dicht bei-
sammen liegende Schädel und im näheren Umkreis weitere menschliche Kno-
chen gefunden. Um Bestattungen kann es sich nicht handeln, da der Löß an
dieser Stelle stark umgelagert ist und sowohl vorrömische wie neuzeitliche
Scherben enthält.
Mtbl. 105 Breisach. — Verbleib: MfU. Freiburg. (Schneider, Kimmig)
Kiechlinsbergen (Freiburg) „Burg“.
1907 kam beim Abgraben eines Lößhanges hinter dem Haus Strobel (Nr. 75)
ein gut erhaltenes Skelett zum Vorschein. Dabei habe eine Bronzelanzenspitze
gelegen, die von den Kindern als Spielzeug verwandt wurde, aber später ver-
loren ging.
Oberhalb der Fundstelle liegt das mit Reben bepflanzte Gewann „Burg“, auf
dem öfters Kleinfunde gemacht -werden.
Mtbl. 96 Sasbach. (Schneider)
Kirchhofen (Freiburg) „Eisbrunnen“.
Im April 1947 wurde in einem nach Süden zu sanft abfallenden Rebgelände
ein Skelett angeschnitten, das Hauptlehrer Priesner meldete. Bei der Unter-
suchung zeigte sich, daß das Skelett gestört war. Ein Oberschenkelknochen lag
neben dem nord-süd gerichteten Schädel, weitere Knochen südlich dieser
Stelle. Eine allgemeine Nord-Süd-Orientierung scheint gesichert zu sein. Un-
mittelbar über den Knochen lagen einige winzige Bronzedrahtstückchen, zwei
nietkopfartige Gebilde aus unbekanntem Material und ein grauer atypischer
Scherben.
 
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