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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 22.1962

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https://doi.org/10.11588/diglit.43789#0036

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Wolfgang Hübener


Ko 55/32:3: Scherben eines schwarzbraunen, flachen, wohl schalenartigen Gefäßes mit kleiner
Standfläche (Taf. 11,8).
Ko 55/33:3: Schwarzbrauner Wölbwandbecher mit Schrägrand; auf dem Rand drei abgetreppte
Riefen, unter dem Rand fünf Horizontalriefen; um die kleine, aufgewölbte Stand-
fläche vier konzentrische Riefen; stärker ergänzt; H. 6,8 cm (Taf. 11, 7).
Ko 55/34:3: Schwarzbraune, konische Schale; der etwas auslegende Rand trägt auf der Ober-
seite eine Riefe; stark ergänzt (Taf. 11, 13).
Ko 55/35:3: Schwarz-hellbraune, konische Schale mit etwas auslegendem Rand und auf ge-
wölbter Standfläche; mäßig ergänzt; Randdm. 12,0 cm (Taf. 11, 11).
Ko 55/36:3: Schwärzliches, sehr flaches Schälchen mit etwas auslegendem Rand, darauf eine um-
laufende Riefe; auf der Innenseite sieben Gruppen von doppelten, gedrückten Halb-
kreisbögen; Standfläche aufgewölbt mit konzentrischer Riefe; wenig ergänzt;
Randdm. 14,3 cm (Taf. 11,6).
Ko 55/37:3: Braunes Schälchen mit etwas ausgelegtem Rand und kleiner, wenig aufgewölbter
Standfläche; etwa 1/3 ergänzt (Taf. 11, 10).
Ko 55/38:3: Zwei leicht konische, gerippte Goldblechröllchen, z. T. verbeult; Dm. a) 2 mm,
L. 12 mm; b) Dm. 3 mm, L. 11 mm; Gewicht zusammen 0,12 g (Taf. 11, 1).
Ko 55/39:3: Kleine Fragmente von blauen Glasperlen, z. T. geschmolzen (Taf. 11,2. 3).
Ko 55/40:3: Reste von sehr feinen Bronzenieten oder -nägeln, sehr zerbrochen,
ohne Nr. Leichenbrand.
Hügel B, Grab 4:
Nördlich des Grabes 3, aber noch randlich unter Hügel B, lagen in 1,17—1,20 m unter
der Oberfläche Knochen eines menschlichen Skeletts, offenbar in gestörter Lagerung.
Nur die rechte Oberkörperhälfte war ungestört. Zur Bergung des Skeletts wurde die
Wand unterhöhlt, wobei sich keine Anhaltspunkte für die gestörte Lage ergaben. Ge-
wachsener Boden bei 1,35 m unter der Oberfläche. Keine Beigaben.
Hügel C, Grab 5 (Taf. 13,2):
Die flache, rundliche Erhöhung enthielt eine Rollsteinpackung von 7,6 m nordsüdlicher
Breite und 8,3 m westöstlicher Länge, die nicht mehr überall vollständig vorhanden und
nur mit einer dünnen Humusschicht bedeckt war. Acht Wurzelstöcke wurden bei der
Ausgrabung entfernt und geben eine Erklärung für das Fehlen des Steinmantels auch an
solchen Stellen, wo jetzt keine Wurzelstöcke entfernt wurden. Etwa in der Hügelmitte,
0,4 m unter der höchsten Hügelkuppe, lag eine rot gebrannte Fläche von etwa 2,60 m
Dm. Darauf lagen noch vereinzelt Reste verbrannten Holzes, drei Scherbengruppen und
zwei Bronzereste. Über die Brandfläche verteilt lagen sporadisch noch einzelne Scherben,
aber nur ein einziges Stückchen von einem kalzinierten Knochen. (Die Funde fehlen.)
Grab 6:
In der Nordwestecke der Baugrube von Haus (Parzelle 8045) angeschnitten. In 0,6 m
Tiefe Verfärbung aus eingefülltem, mittelbraunem Boden (lehmig) im hellen, gewach-
senen Kiesboden, die bei 0,8 m unter der Oberfläche endet. Etwa rechteckiger Grundriß
von 2,5 x 1 m, etwa NNO—SSW gerichtet. In der Verfärbung stand nahe der NW-
Ecke senkrecht ein Molassesandstein. Nahe der NO-Ecke der Verfärbung einige Roll-
und Sandsteine auf einem Haufen, deren oberster Stein nur 0,07 m unter der Ober-
fläche lag. In der Verfärbung keine Funde. Beim Abräumen des eben genannten Stein-
 
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