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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 22.1962

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https://doi.org/10.11588/diglit.43789#0114

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106

Gerhard Fingerlin

gehören die kleineren Beschläge (Nr. 5—8) zum Tragriemen der Spatha, während die größeren
auf dem Leibgurt saßen, an dem der Sax befestigt war (Nr. 9—10).
5. Ovale Eisenschnalle (Sn 59/14: 4) für ca. 2,0 cm breiten Riemen, mit halbrundem Beschläg,
darauf drei Eisenniete mit Kappen aus dünnem Bronzeblech; L. 4,9 cm, Br. 3,9 cm
(Taf. 28, 14).
6. Fragmente des Gegenbeschlägs (Sn 59/14:4) mit zwei Eisennieten, eines noch mit Bronze-
kappe; Form nicht bestimmbar; vermutlich entsprechend dem Schnallenbeschläg.
7. Rückbeschläg (Sn 59/14: 4) mit vier entsprechenden Nieten; Kantenl. 2,6 x 2,3 cm (Taf. 28, 15)
Zwischen den Unterschenkeln:
8. Entsprechendes Rückbeschläg (Sn 59/15:4) mit vier Eisennieten (Bronzeblechkappen). Zu-
gehörigkeit zur gleichen Garnitur (Nr. 5—7) fraglich; Kantenl. 2,8 x 2,3 cm (Taf. 28, 16).
Auf dem rechten Unterarm, neben der Pfeilspitze Nr. 4:
9. Ovale Eisenschnalle (Sn 59/7: 4) mit Resten des halbrunden Beschlägs; von zwei erhaltenen
Eisennieten trägt eines noch eine Kappe aus dünnem Bronzeblech; Dorn fehlt; L. Rahmen
2,5 cm, Br. 4,6 cm (Taf. 28, 8).
Neben dem Sax (Nr. 2):
10. Gegen- oder Rückbeschläg (Sn 59/10: 4), rechteckig von vier Eisennieten zwei erhalten;
L. 4,1 cm, Br. 3,3 cm (Taf. 28, 9).
Außen neben dem rechten Fuß:
11. Kleiner Bronzering (Sn 59/13:4) mit verknoteten Enden, aus dickem Draht von kantig-
ovalem Querschnitt; Dm. 2,8 cm (Taf. 28, 17).
Neben dem Sax (Nr. 2):
12. Eisenmesser (Sn 59/9:4), Teil der Griffangel abgebrochen; erh. L. 16,4 cm, Br. 1,9 cm
(Taf. 28,19).
Etwa in Gegend des linken Hüftgelenks:
13. Vierkantiger Eisenstab (Sn 59/12: 4), flach rechteckiger Querschnitt, vermutlich Pfriem oder
ähnliches Gerät; L. 6,7 cm.
An der Ostwand des Grabes (?):
14. Graubraunes doppelkonisches Tongefäß (Sn 59/16: 4), Scheibenware. Auf der Schulter ein-
geglättetes Rautenmuster; vertikale Glättstreifen auf dem Bauch. Oberfläche sehr stark ver-
wittert, Muster nur schwach erkennbar; H. 9,4 cm, gr. Dm. 12,1 cm (Taf. 28, 18).
Aus dem gestörten Grabteil und aus der Einfüllung:
15. Unbestimmbare Eisenfragmente (Sn 59/7: 4), vielleicht teilweise zum Schnallenbeschläg Nr. 9
gehörig (?).
Grab 5: Erwachsen, Geschlecht unbestimmt, schlecht erhalten, wahrscheinlich beraubt oder durch
Ackerbau gestört.
Umriß nicht erkennbar; T. 0,30 m.
Bestattung in gestreckter Rückenlage, erhalten nur Schädelfragmente und Teile der Schenkel-
knochen.
Beigaben:
Außen neben dem linken Knie, Spitze gegen das Fußende gerichtet:
1. Eisenmesser (Sn 59/17: 5); L. 12,8 cm, Br. 1,2 cm (Taf. 34, 22).
Grab 6: Erwachsen, Geschlecht unbestimmt, sehr schlecht erhalten, vermutlich neuzeitliche
Störung.
Umriß nicht erkennbar; T. 0,25 m.
Bestattung in gestreckter Rückenlage, Teile der Wirbelsäule und Fragmente der Röhrenknochen
in situ, Schädel im Westteil (verlagert).
 
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