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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 22.1962

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https://doi.org/10.11588/diglit.43789#0199

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Zur Besiedlungsgesdiichte im Stadtgebiet von Tauberbischofsheim

191

ziegelroter Farbe; H. 13 cm; Randdm. 28 cm; Bodendm. 9 cm. — 12. Scherben einer einfachen
weitmündigen Schale. Feinsandig gemagerter Ton von ziegelrot bis graubraun spielend;
Randdm. etwa 19 cm. In der Außenwand angefangene Durchbohrung. — 14. Scherben einer
ähnlichen Schale von dunkler Farbe; Randdm. etwa 23 cm. — 13. Weitmündiges Vorratsgefäß
mit hochliegender Wölbung und kleiner Standfläche. Schwach ausladender Rand, in der Rand-
kehle strickartig gekniffener Wulst. Grobstückig, aber schwach gemagerter Ton von festem
Brand. Farbe von graugelb bis grau spielend; H. 43,5 cm; Bodendm. 13 cm.
Fundpunkt 11. Ungefähr rechteckige Grube von 1,3 x 1,0 m, bis 1,00 m tief reichend
(Humus 0,40 m), Boden der Grube mit 5 cm starker Kohleschicht bedeckt. Vielleicht
Brandgrab der Urnenfelderzeit, doch sicher mit Siedlungsmaterial vermengt.
Funde: Taf. 54, 1—29:
3, 11, 17, 19, 20, 28. Randstücke von großen Grobgefäßen. Trotz bedeutender Wandstärke und
plumper Gestaltung des Randes, scharfer Knick auf der Innenseite. Randkehle außen meist
weich gerundet, einmal mit dickem wellenförmigem Tonwulst (Nr. 20), einmal durch keil-
förmige Einstiche betont (Nr. 28). Ton meist grobstückig gemagert, harter Brand von dunkel-
ziegelroter bis graubrauner Farbe. — 16, 18, 21. Randstücke von mittelgroßen Töpfen mit
weich ausgelegtem Rand. Grobe Magerung, harter Brand, Farbe von hellgelb bis braun. —
5. Randsdierben eines weitmündigen schüsselartigen Gefäßes (ähnlich Taf. 53, 10) mit verrun-
deter Randabknickung. Grobgemagerter Ton von ziegelroter Farbe mit stumpfem Glättüber-
zug. — 6. Randstück einer ähnlichen Schüssel mit schmalem kantig abknickendem Rand. Feiner
Ton von ziegelroter Farbe, innen stumpf poliert. — 15, 22. Randstücke von topfartigen For-
men mit schmalem Schrägrand. Feiner Ton von hartem Brand und schwarzbrauner Farbe. Rand
außen durch Kniffung abgesetzt (Nr. 15), Rillen in Randkehle und darunter (Nr. 22). —
1, 2, 8, 10. Scherben von randlosen Schalen verschiedener Größe, Wandstärke und Wölbung.
Ränder leicht ausgerundet, teils flach, teils einwärts fallend abgestrichen. Zumeist feiner Ton
und sorgfältige Glättung. Farben zwischen lederbraun und braunschwarz. — 7, 26. Randstücke
von zwei (?) großen dünnwandigen Zylinderhalsurnen mit gewölbtem Hals und kurzem
Schrägrand. Scharfer Ansatz des ausschwingenden Gefäßkörpers. Gut gemagerter Ton von
festem Brand, besonders feiner Glättüberzug. Trotz der großen Farbunterschiede der beiden
Stücke (7 schwarz, 26 hell ziegelrot) ist der Gedanke, daß beide von demselben Gefäß stammen,
nicht abzuweisen; Randdm. etwa 28 cm. — 24. Randstück eines ähnlichen kleineren Gefäßes
von feinem Ton mit stumpfer Oberflächenglättung in schwarzbrauner Farbe. — 25. Spitzbecher
mit Schrägrand, weicher, schwach sandig gemagerter Ton von ziegelroter Farbe mit dunklen
Flecken; H. 8,5 cm; Randdm. 9,4 cm. — 29. Gewölbt-konische Tasse mit Bandhenkel. Geglät-
tete Oberfläche von ziegelrot bis schwarzbraun spielend; H. 5,8 cm; Randdm. 8,8 cm.
Sonderformen
12, 13. Mit großer Wahrscheinlichkeit zusammengehörende Scherben von Ober- und Unterteil
eines dünnwandigen weitausschwingenden Gefäßes mit sieben feinen Horizontalriefen auf der
flachen Schulter. Gut gemagerter Ton von festem Brand. Oberfläche matt geglättet, rotbraun
mit dunkleren Flecken. — 14. Bodenstück eines dünnwandigen Schälchens mit Schrägwand und
leicht eingewölbtem Boden. Kaum gemagerter Ton von rotbrauner Farbe, beiderseits poliert,
Bodendm. 4 cm. — 27. Bruchstück eines Kindergefäßchens, Unterteil flach gewölbt, Steilrand
über einziehender Schulter. Feinsandig gemagerter Ton mit feinem Glättüberzug von grauer
Farbe. — Da der Fundpunkt 11 keine Scherben sicher anderer Zeitstellung geliefert hat, wird
das Stück, obwohl es formal aus dem Zusammenhang fällt, mit Vorbehalt hier aufgeführt.
Fundpunkt 12. Grube von 1,6 m Dm., 1,05 m tief reichend (Humus 0,40 m). Ohne
Beobachtung vom Bagger zerstört, nur Lesefunde. Atypische Scherben, die am ehesten
der Urnenfelderzeit zuzuweisen sind.

Fundpunkt 13. Grube von unbekannter Ausdehnung. 1,04 m tief reichend (Humus
2,00 m). Grab?
 
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