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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 22.1962

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https://doi.org/10.11588/diglit.43789#0205

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Zur Besiedlungsgesüiichte im Stadtgebiet von Tauberbischofsheim

197

Außenseite stumpf geglättet. Farbe von graugelb bis schwarzbraun spielend; H. 14 cm; Randdm.
20 cm; Bodendm. 7,5 cm. — 4. Randstück eines großen Topfes mit kräftigem, auswärts ge-
neigtem, mehrfach abgekantetem Wulstrand. Grobgemagerter Ton von mäßigem Brand, Ober-
fläche stumpf geglättet, Farbe graubraun. — 5. Unterteil eines größeren Gefäßes mit gewölbter
Schulter. Außenseite durch Auftrag einer sandhaltigen Schlämme fein gerauht, Übergang zum
geglätteten Oberteil noch eben erhalten, Innenseite stumpf geglättet. Grobgemagerter Ton von
schwachem Brand, Zonenaufbau des Gefäßes durch einwärts fallende Horizontalbrüche deut-
lich. Farbe außen hellgraugelb, innen schwarzbraun; erh. H. 18,2 cm; Bodendm. etwa 14 cm. —
6. Gegenstand unbekannter Zweckbestimmung aus grobkristallinem hornblende- und glimmer-
haltigem Eruptivgestein. Wie die eine Seite erkennen läßt, ist das Stüde in seiner jetzigen Form
aus dem Oberteil einer gebrochenen Gußformhälfte gefertigt, die der Herstellung mittelständiger
Lappenbeile diente. Erkennbar ist außer der Beilform selbst der Eingußtrichter und ein Paß-
loch für das Zusammenstiften der beiden Formhälften beim Guß. Das Bruchstück wurde zu
unbekannter Zeit rundgeschliffen, mit konischer Verjüngung gegen die ehemalige Außenseite
der Form. Hier wurde ein 19strahliger Stern mit erhabenem Mittelbuckel eingeschliffen (Zeit-
stellung ?).
E. Jüngere Kaiserzeit
Fundpunkt 10. Grube von 3,5 m Dm., bis 1,5 m tief reichend (Humus 0,40 m). Dem
im ganzen kaiserzeitlichen Fundbestand sind einzelne Scherben der Urnenfelderzeit
beigemischt.
Funde: Taf. 59, 1—11:
3, 6—8. Randstücke von mittelgroßen groben Töpfen mit Steilrand über einziehender Schulter,
die durch Eindrücke verschiedener Technik verziert ist: Fingertupfen mit und ohne Nagel-
abdruck (7. 8), Doppelfingertupfen mit Kniffleiste (3), mit Werkzeug gemachte Eindrücke (6).
Gefäße stets dickwandig mit unebener Oberfläche, Ton meist grob gemagert, mäßiger Brand.
Farben von ziegelrot bis graubraun. — 5. Scherben eines dünnwandigen Topfes mit eingezogener
Mündung, nahe dem Rand eine Reihe von Fingertupfen mit Nagelabdruck. Feingemagerter Ton
von festem Brand, Innenseite geglättet, Außenseite uneben. Farbe in Schattierungen von ziegel-
rot bis schwarzbraun spielend. — 11. Zwei Scherben von Boden und Wand eines dickwandigen
Topfes mit einziehender Schulter. Grobgemagerter Ton von schlechtem Brand, innen flüchtig
geglättet. Auf der Außenseite tritt die Magerung als Kornstruktur unter dünner Überschläm-
mung hervor. Farbe graurot bis schwarzbraun; H. 10 cm; Bodendm. etwa 12 cm. — 9. Scher-
ben mit Bodenkante eines größeren Gefäßes mit schräg aufsteigender Wand. Dicht gemagerter
Ton von gutem Brand. Außenseite mit sandhaltigem Schlick gerauht. Farbe schwarzbraun;
Bodendm. etwa 16 cm. — 10. Scherben mit Bodenkante eines dickwandigen Topfes mit schräg
aufsteigender Wand. Bodenkante durch Kniffung abgesetzt. Innenseite glatt, Außenseite un-
eben. Schwach gemagerter Ton von gutem Brand. Farbe schwach ziegelrot. — 2. Randstück einer
Schale mit Steilrand, über scharf einziehender Schulter. Feingemagerter Ton von hartem Brand
mit feinem Glättüberzug von graubrauner Farbe; Randdm. etwa 12,8 cm. — 4. Scherben wohl
vom Oberteil eines größeren Gefäßes unbekannter Form mit gewölbtem Umbruch und leicht
konkavem Oberteil. Beiderseits geglättet, außen mit dichtgesetzten senkrechten Glättstreifen.
Dicht gemagerter Ton von hartem Brand, schwarzbraun; Umbruchdm. etwa 22 cm. — 1. Scher-
ben eines größeren Gefäßes mit scharf umgelegtem Rand. Grobgemagerter Ton von festem
Brand mit feingeglättetem Überzug von graubrauner Farbe (zeitliche Zuweisung nicht zwei-
felsfrei).
Taf. 60,1—33:
1—16,21. Scherben von Schüsseln mit eingezogenem Rand von verschiedener Größe, wechseln-
der Wölbung und geringen Abweichungen in der Ausgestaltung des Randes. Neben einer derben
Ausführung mit unebener Oberfläche und dicker Wand (5.6.15.16.21.) herrscht zahlenmäßig
die feinere Art vor, die sich durch feine Magerung, festen Brand und sorgfältige Glättung der
Oberfläche auszeichnet. Durchweg ist der Rand über der Einbiegung dünner als die Gefäßwand.
 
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