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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 22.1962

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https://doi.org/10.11588/diglit.43789#0257

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Fundschau 1957—1959: Urnenfelderzeit

249

Tauberbischofsheim „Gute Morgen“, 1 km NO. Siedlung
1959—1960: Hier sei auf die zusammenfassende Darstellung A. Dauber, Zur Besiedlungs-
geschichte im Stadtgebiet von Tauberbischofsheim (Taf. 51—62 und Textabb.) verwiesen.
Mtbl. 9/6323. — Verbleib: Heimatmuseum Tauberbischofsheim. (Dauber)
Urnenfelderzeit
Bischoffingen (Freiburg) „Pfaffental“, 0,3 km W. Siedlung
1956: Beim Ausheben der Baugrube für den Winzerkeller schnitt der Bagger in 3 m
Tiefe eine dunkle Schicht an, die bis in eine Tiefe von 4,5 m reichte. Sie enthielt ge-
brannte Lehmbrocken (Wandbewurf?) und urnenfelderzeitliche Scherben. Zwar wurde
die ganze Scherben enthaltende Schicht untersucht, doch war nicht zu erkennen, ob es
ursprünglich eine Grube war.
Funde: 1. Randscherben von groben, großen Gefäßen, die meisten mit breitem,
weit ausladendem, mit Fingertupfen verziertem Rand, einige Scherben mit Finger-
tupfenleiste auf dem steilen Hals (Fr 56/15) (Taf. 83, 9. 12). — 2. Bruchstück einer
geradwandigen Schüssel mit flachem Boden und nach innen abgestrichenem, schwach
ausbiegendem Rand; H. 6,5 cm (Fr 56/16) (Taf. 83, 11). — 3. Ausgelaugter Randscher-
ben eines größeren Gefäßes mit engem, steilem Hals und kurzem, leicht ausbiegendem
Rand mit runder Randkehle (Fr 56/17). — 4. Ausgelaugte grobe Randstücke mit eckig
ausbiegendem, kurzem Rand (Fr 56/18) (Taf. 83, 6). — 5. Drei Randscherben von dünn-
wandigen, feineren Knickwandschalen aus grauem Ton (Fr 56/19 (Taf. 83,5). — 6. Zwei
Scherben von im Kern grauen, außen rötlichen Bechern mit kurzem, eckig ausbiegendem
Rand, auf einem Rand Spuren von Schrägkerbung (Fr 56/20) (Taf. 83, 7). — 7. Einige
Wandscherben mit Fingertupfenleiste (Fr 56/21) (Taf. 83, 8). — 8. Dünnes, stark mit
Glimmer durchsetztes graues Scherbchen mit leichten, schmalen Riefen auf der Innen-
seite (Fr 56/22( (Taf. 83, 4). — 9. Roter Wandscherben mit zweizeilig schräg gekerbter
Leiste (Fr 56/23) (Taf. 83, 10). — 10. Stark ausgelaugte und versinterte Wandscherben
verschiedener Gefäße und Färbungen (etwa 2/3 der angelieferten Wandscherben wurden
ausgesondert) (Fr 56/24).
Mtbl. 96/7811 Wyhl. — Verbleib: MfU. Freiburg. (Schneider, Aufdermauer)
Diedesheim (Mosbach) „Hinterer Knoden“, 2,8 km NNW. Grab
1958: Im April stieß Zugführer Gustav Mann beim Ausheben von Baumlöchern auf
dem Grundstück Lgb.Nr. 1212 auf größere Steine und Scherben. Der Fund kam auf Um-
wegen zur Kenntnis von W. Palm, der eine Nachuntersuchung veranlaßte. Diese ergab
Reste einer trapezförmigen Steinsetzung (Abb. 7) von ehemals 2,4 m Länge, wovon noch
1,9 m erhalten waren. Die Breite der Steinsetzung betrug auf der Südseite (rekonstruiert)
etwa 1,3 m, auf der Nordseite 0,7 m. Die randliche Begrenzung der Steinsetzung war
aus unregelmäßigen größeren Lesesteinen gebildet, wobei alle in der Umgebung vor-
kommenden Gesteinsarten verwendet wurden. Im Innern der Steinsetzung waren
kleinere Steine unregelmäßig angehäuft, nach deren Entfernung auf einem Steinpflaster
 
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