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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 22.1962

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https://doi.org/10.11588/diglit.43789#0306

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Fundschau 1957—1959: Alter Weg

Kindes gehandelt hat. Beigaben wurden nicht beobachtet, sofern sie nicht mit dem Aus-
hub abgefahren worden sind. Etwa 300 m nördlich dieser Stelle wurde 1927 ein stein-
eingefaßtes, alamannisches Grab mit Beigaben geborgen. Ob die beiden Fundstellen mit-
einander in Zusammenhang zu bringen sind, muß offen bleiben (vgl. Bad. Fundber. I,
1925—1928, 342).
Mtbl. 116/8012 Ehrenstetten. (Gerbig)
Säckingen, Ortsetter, Steinbrück-Rheinbrückstraße. Einzelfunde
1958: Im Kanalisationsgraben wurden einige menschliche Röhrenknochenbruchstücke
gefunden. Eine Datierung dieser Funde ist deshalb nicht möglich, weil sie weder in situ
noch mit Beigaben angetroffen worden sind.
Mtbl. 166/8413 Säckingen. (Em. Gersbach)
Stetten i. Hegau (Donaueschingen), Ortsetter. Gräber
1958: Bei Erweiterung der Dunglage des Bauers Josef Meßmer auf dem Grundstück
Lgb. Nr. 46 stieß man auf Skelette. Sie wurden beim Aushub durch den Bagger heraus-
gerissen, sollen aber nach Angabe des Grundstüdesbesitzers und des Bürgermeisters ge-
ostet gewesen sein. Tiefenlage 1,30 m. Keine Beigaben. Weitere Erdaufschlüsse waren
wegen der Nähe anliegender Wege und Gebäude nicht möglich.
Mtbl. 134/8118 Engen. (Gerbig)
Wyhl (Emmendingen), Ortsetter. „Grab“
1958: Oberlehrer Späth berichtet, daß bei Ausschachtungsarbeiten für das Telefonorts-
netz an der Ecke Goldengasse/Hauptstraße menschliche Skeletteile gefunden wurden.
Teile des Schädels und des Unterkiefers konnten dem Anthropologischen Institut Frei-
burg übergeben werden.
Mtbl. 96/7811 Sasbach a. K. (Späth)
Alter Weg
Rielasingen (Konstanz) „Äußere Lakert“, 0,8 km SW. Alter Weg
1958: Beim Umbau und der teilweisen Verlegung der Landstraße I. Ordnung Nr. 191
von Singen nach Stein a. Rh. wurde südwestlich vom Ort durch den Bagger eine feste
Kiesschicht angeschnitten. In der Wiesensenke ließ sich auf etwa 180 m ein flacher, grad-
liniger Rücken erkennen, dessen Nordende in die heutige Straße einmündete und dessen
Südende sich in den höher liegenden Äckern verlor.
In zwei Schnitten von 12,50 m und 11,20 m Länge wurde der Aufbau des alten Straßen-
körpers untersucht.
Auf einer Torfschicht, deren Mächtigkeit nach Untersuchungen des Stadtbauamtes
Singen 3—4 m beträgt, lagen Reste eines bis auf 0,02 m zusammengedrückten Knüppel-
dammes. Darauf war eine durchschnittlich 0,60 m dicke, mit sandigem Lehm ver-
mischte, nach den Seiten abgeböschte Kiesschicht aufgetragen. Entlang dem Westrand
der Wegböschung wurde eine Lehmschüttung beobachtet. Sohlenbreite der gesamten
 
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