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Die deutsche Übersetzung ist der Sammlung MARTIN KLAMROTH's
2/2 ^-^2222^7- Hamburg, 1890) entnommen.
Der Koran gilt den Muslimen durchweg als Gotteswort, das durch Mohammed's Ver-
mittelung zu den Menschen gelangt ist. Hat von diesem Standpunkte aus jeder Abschnitt
dieses Buches gleichen Anspruch auf Anerkennung und Verehrung, so ist es doch nicht
so leicht, daraus grössere zusammenhängende Stücke auszuwählen, die den ästhetischen
Geschmack des gebildeten Europäers unserer Zeit befriedigen und den Ansprüchen, die
wir auch an religiöse Texte zu stellen gewohnt sind, einigermassen gerecht werden.
Ausser dem Koran besitzen die Araber (Muslime) eine ausserordentlich umfangreiche
Litteratur, in der uns mit Ausnahme des Dramas alle aus den antiken und europäischen
Literaturen bekannten Gattungen begegnen. Die religiösen Zweige derselben nehmen
nach europäischer Auffassung nicht den ersten Platz ein, indessen finden sich in den
paränetischen, ethischen und mystischen (sufischen) Schriften der Muslime hie und da
Gedankengänge, die durch Erhabenheit, Tiefe und Innigkeit den Koran in den Schatten
stellen.
Von der teils geistlich teils weltlich gearteten Spruchweisheit der Muslime seien hier
noch einige Proben mitgeteilt. Sie entstammen den oder
^^^2^222722^72 yL/.r.s^?*7/6%<?72", die wir der Sammlung des auf der Höhe der arabischen
Bildung stehenden Persers ^ ^77222^^^722*2 (f 5 38IL) verdanken.
Jena, im August 1901.

K. VÖLLERS.
 
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