Vereinigung zur Erhaltung Deutscher Burgen [Editor]
Der Burgwart: Mitteilungsbl. d. Deutschen Burgenvereinigung e.V. zum Schutze Historischer Wehrbauten, Schlösser und Wohnbauten — 29.1928

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Abb. 73. Koblenz, Feste Kaiser Alexander.

herrührend, versenkt. Auch bei den Funda-
menten der Stadtmauer scheinen solche Skulp-
turreste verwendet worden zu sein, wie der
unmittelbar hinter der dem Mauerfundament
unter dem alten Stadthaus am Plan aufge-
fundene Torso eines Soldatengrabsteines be-
weist, den wohlseineunzweckmäßige, walzen-
förmige Gestalt vor dem Vermauern geschützt
hat. Bei dem geringen Umfang der Stadt
und der schmalen Ost-und Westfront genügte
das Tor über der Marktstraße vollständig,
verbilligte die Kosten des Festungsbaues und
erleichterte die Verteidigung. Für den
Friedensverkehr werden in den Mauern oder
in den Untergeschossen der Türme vereinzelte
Schlupfpforten vorhanden gewesen sein.
Bisher habe ich zwar solche hier noch nicht -
feststellen können, doch scheinen mir eine
Reihe uralter kleiner Gassen- und Straßen-
teile innerhalb des römischen Straßenringes
schon darauf hinzuweisen.
Nach dem allgemeinen Befund der Mauern und Türme noch in der Neuzeit und nach den bei Beseitigung der
Brückenreste in großen Mengen ausgebaggerten Münzen im Moselbett, die bis in die Zeit des Arcadius und Honorius
reichten, scheint Koblenz, teilweise Zerstörungen und Wiederherstellungen nicht ausgeschlossen, bis zum Ende der
Römerherrschaft bestanden zu haben. Und so wird wohl auch die Stelle bei Ammianus Marcellinus in seinem Berichte
über den Zug Julians gegen die Franken (356 n. Ehr.) „es finde sich in jenen Gegenden keine Stadt und kein Kastell
außer Koblenz, wo die Mosel in den Rhein fließe, Remagen und ein Turm bei Köln" für den damaligen Bestand von
Koblenz sprechend ausgelegt werden dürfen. In der notitio äiZuitutmm (um 400 n. Ehr.) wird es noch als Sitz des
dem ckux älotz'untiaeenUs unterstellten UrLlscwus inilitum äekeimorum erwähnt. In der römisch-gernumischen
Übergangszeit finden wir Koblenz bei dem Geographen von Ravenna (um 496 n. Ehr.) als Rheinstadt „Confluentes"
zwischen Vosalvia (Oberwesel) und Anternacha, und als Moselstadt „Conbulantia" hinter Princastellum und Cardena
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