Beck, Paul [Editor]; Hofele, Engelbert [Editor]; Diözese Rottenburg [Editor]
Diözesan-Archiv von Schwaben: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Kunst und Kultur der Diözese Rottenburg und der angrenzenden Gebiete — 9.1892

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rcclclikus nmrrios siriiusmocli renliter et cum eUcctu
LSsiZ nuuerit, suiscjue Uerc6ibus et successoribus riicle-
licek post ipsum 6Iüs ex Irnkribus suis, itn ut ius
pÄtronutus Uuiusmocii Seniors illorum, 3c illis et eorum
6IÜ8 cleücienkibris proximiori et senior! cle snnZniine,
etinm ex linen t'eminen mssculini tninen sexus ex 61üs
Irnkrrnn Uuiusnrocti et non nlüs clescenclenkibus compe-
tnk, eisclem nuckoritnte et kenore perpekuo reserumnus
conceclimus et LssiAnumus nec non ius pnkronnkus
Uuiusmocii ex uern luncintione eisclem pntronis com-
petere .... clecernimus.

Zur GosrlZchte des Llrllgaues.

(Ans dem Nachlaß des rastlosen Lokalgeschichtsforschcrs Pfarrer
Joh. Ev. Schüttle in Seekirch.)
(Fortsetzung.)
3. 1202, 7. Juni, waren die Bruder Kvnrad und Lutold,
Herren v. Creinkingen, unter den Zeugen, als Bischof Diet-
helm von Consta»; die Kirche in Mncheim als Filiale der
Pfarrkirche in Bettinaringen erklärt.
Unter diesem Adel finden wir auch die Mutter eines der
thatkräftigsten Kirchenfürsten des 13. Jahrhunderts, nämlich
des Erzbischofs Eberhard von Salzburg, st 1206. Er war
ans dem hohen Hanse der Herren v. Waldbnrg, seine Mutter
aber eine Frciin v. Krenkingen. In 1. Ehe war sie mit
Lütvld v. Negensberg vermählt, in 2. Ehe aber mit einem
Herrn v. Waldburg, daher nennt Eberhard Herrn Diethelm
v. Krenkingen seinen Onkel. Die v. Krenkingen und Regens-
berg sind eines Stammes.
U- Willibald Hanthaler in seiner Geschichte des Hauses
Waldbnrg, „Hist.-polit. Blätter" 70. Bd. 5. Heft.
n. 1207 wohnt Konrad v. Kr. der Transaktion zwischen
Rudolph, Grafen v. Habsbnrg und der Aebtissin von Säckingen
ob deö Schlosses und der Stadt Lanfenbnrg bei.
3. 1240, 26. Dezember, ist Heinrich, Etzler v. Erenchin-
Z^ug, als Ulrich v. Klingen an St. Blasien das Bürger-
recht und noch andere Rechte in der Stadt Klingnan verleiht.
UI, 142. 101. Urkd.

3. 1251, 13. Merz, ist Konrad v. Kr. Zeug, als Eber-
hard, Bischof von Constanz, von Walther von Klingen das
schloß Klingnan kauft. III, 155. und 3. 1251, 24. Juni,
ist Wcrnher von Kr. Zeug, als die Edlen von Höwen ver-
sprechen, St. Blasien nicht mehr zu belästigen. Obiger Hcin-
nch v. Kr. ist 3. 7240 ebenfalls unter den Zeugen, als Ulrich
v- Klinge» von St. Blasien einen Platz will, um an der
Uar eine Stadt zu baue». II, 51.
1-62 erhielt Heinrich v. Kr. von Bischof Otto von
Eonstanz Krenkingen als Lehen.
n. 1279 hat Konrad v. Kr. den Ritter Egbert v. Roth
»U einem Zeugen angernfen.
Ist 1620 ist Lntold v. Kr. beim Streite zwischen Abt
T ^ Helm von Reichenau und Grafen Heinrich von Fürstcn-
. ZUvge- lUn diese Zeit kommt ei» Diethelm v. Kr. vor,
"!sen Tochter Sophia die Gemahlin Rudolphs von Blnmen-
Gg war.

3. 1386 verkauft Frau Margaretha, Herrn Johanns
des Schultheißen, Ritters, eheliche Hausfrau in Schafhausen
ihren 4. Theil Vogtrcchts zu Schleiten sannnt allem, was
dazu gehörte; das Lehen ist von Krcnchingen und Frau Adel-
heiden von Nennegg, Ulrichs v. Nandegg ehelicher Hausfrau,
um 410 fl.
3. 1373 confirmiert Johannes v. Kr. als Lehenherr die
Widerlegung Heinrichs v. Pflnmmern für die Heimstener seiner
Frau Ursula Greter mit der Burg zu Seekirch und deren
Güter, die Lehen von ihm waren. Geg. zu Tüngen in der
Fasten, Samstag vor Sonntag Lätare 1373. Orig. Urkd.
Marchtlr. Archiv.
3. 1390 vertauscht dieser Johann v. Kr. als Lehenherr
den Widumhof und Kirchcnsatz zu Seekirch mit aller Zn-
gehörde um den Widumhof und Kirchensatz ,zu Neusra, den
Ludwig v. Hornstein innehat. Schon seine Vorfahren, sagt
er, hätten dieses Scekircher Lehen gehabt. Geg. Monntag
nach St. Margarethentag. Copie, Marchtaler Archiv.
3. 1395 eignet Diethelm v. Kr. dem Gotteshaus March-
tal 3 Fischenzcn am Buchauer See zu einem ewigen Jahrtag.
Geg. an St. Laurenzitag, Abends, 1395. Nidimirtc Kopie.
Marchtaler Archiv.
Im selbigen Jahre verleiht derselbe Diethelm an Johann
v. Pflnmmern Bnrgstall und Bnrgsäß und andere Güter zu
Seekirch. Geg. zu Tüngen, Mittwoch »ach St. Urbans Tag
1395. Marchtaler Archiv.
3. 1402 stiftete Rudolph v. Wolffurt noUilis, und Elisa-
bclh.a v. Krenkingen und ihr Sohn Wvlfo in Bonndvrf das
Panliner-Kloster. UieuZ. II, 390—94.
3. 1406, Samstag nach St. Jakobi, consentirt Dicthelm
v. Kr. in den Kauf des. Burgstalls und anderer Güter zu
Seekirch und spricht solche Marchtall gegenüber lchenfrei. Geg.
zu Tüngen. Orig. Urkd. Marchtaler Archiv.
3. 1407 willigt derselbe in den Kauf des Flössen-Hofes
zu Seekirch, der Lehen von ihm war, und spricht ihn lehen-
frei. Geg. zu Tüngen am SamStag vor Georgentag. Orig,
llrko. Arch. Marchtl.
Nachtrag. In einer Urkunde, wo Ulrich v. Alzenach
zwischen 1122—1140 sein Cigcngut in Hausen an St. Peter
vergab, siegelte unter den Dynasten auch ein Herr v. Kren-
kingen. Kürzel, S. 39. None II, 195,
3. 1152 kommt mit Konrad v. Znhringen auch Kvnrad
v. Krenchingen vor. In einer Urkunde zu St. Blasien kommt
Konrad schon 3. 1150 vor.
3. 1332 nennt sich Diethelm, Herr v. Krenkingen, auch
Herrn von Wiesenburg.
3. 1384 Hamann v. Krenkingen.
3. 1435, 16. Dezember, wird Johannes v. Kr. wegen
des St. Blasien zugefügten Schadens und Unrechts von den
Eoncils-Vaiern zu Basel in Bann gcthan. III, 349.
3. 1491 ist Martin v. Krenkg. Abt zu Reichenau, starb
daselbst 5. September 1508.
Die Herren v. Blumcgg, auch Blumen egg,
i m 13. I a h r h undcrte Blno m cncgge geschrieb e n.

und N ^ H^I Lntold v. Kr., dessen Enkelinnen Agn
tlnUi^""^ klösterliches Lehen führten, sich wol
lnld dieses Kloster erwiesen und für seine Frau Ad>
Anna einen Jahrlag gestiftet. Gerb. II, 15
daselbst ^ ' Ü"e^ lebten noch 3. 1359 als Eonvcntfran

Jakvb Fugger Halle wlue Söhne.

Diese edle Familie kommt schon im 11. Jahrhunderte in
den St. Blasiancr Urkunden vor. Sic leitet sich ab von den
Herren v. GeroldScck. II, 332. Sie gehörte zu den ältesten
Lehenlcnten der Grafen v. Fürstenberg. Im Wutachthale
stund auf einem steilen losgerissenen -Fclsenstücke ein aller,
wahrscheinlich von den Römern herrührcndcr Thurm, die Ruine
des alten Schlosses Blnmegg, wovon sich die Familie schrieb.
Dieser Felsen, ans dem das Schloß gestanden, ist 1817 größten-
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