Deutsche Kunst und Dekoration: illustr. Monatshefte für moderne Malerei, Plastik, Architektur, Wohnungskunst u. künstlerisches Frauen-Arbeiten — 52.1923

Page: 66
DOI article: DOI article: DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/dkd1923/0074
License: Free access  - all rights reserved Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
Bruno Krauskopf- Berlin.

BRUNO KRAUSKOPF—BERLIN. >BLUMEN-STILLEBENC 1920.

zugt werden. Krauskopf ist nicht in diesem
Sinne modern. Wohl kennt auch er die eigen-
artigen Kontrastwirkungen reiner Farben, allein
er verwendet sie sparsam. Die Farbe ist ihm
ein Instrument, um farbig schillernde Übergänge
von unendlicher Mannigfaltigkeit und Schönheit
zu schaffen. Hier offenbart sich seine ganze
Farbenphantasie. Reizvolle farbige Ensembles
entstehen, die uns über die wahre Sehnsucht
dieses Künstlers Aufklärung verschaffen. Wir
erkennen ein fröhliches, glückliches Künstler-
naturell, das die Schönheit der weiten Gottes-
welt überall findet wo er sie sucht, und dank-
erfüllt mit den ihm verliehenen Gaben, mit
Phantasie und Farbe, das Erschaute zu neuen
traumhaften Erlebnissen weiterspinnt. — j k.

THEODOR VOLBEHR-MAGDEBURG.

Mit Theodor Volbehr, der sich kürzlich in
das Privatleben zurückgezogen hat, ist
dem deutschen Museumswesen ein tatkräftiger
und weitblickender Führer verloren gegangen,
der es verstanden hat, in dreißigjähriger Amts-
tätigkeit das von ihm geschaffene Kaiser
Friedrich-Museum zu Magdeburg zu
einem sehr beachtenswerten Bildungsfaklor aus-
zugestalten und darüber hinaus für seine Mu-
seumsgedanken immer neue und gewichtige
Stimmen zu werben. Was uns heute als Selbst-
verständlichkeit erscheint, daß nämlich das Mu-
seum neben seiner Bedeutung für den Kenner
und Forscher ein gemeinnütziges Lehr-
institut sein müsse, dessen Schätze der wei-
loading ...