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Fig. 73 Ansicht des Panajirdagh.

IV Der Rundbau auf dem Panajirdagh.

A Reconstruction des Aufbaues.
ie vorstehende Tafel zeigt einen säulengeschmückten Rundbau, der
auf quadratischer Basis sich zur Höhe von etwa 12 m erhob. Sein
Standort war am Südwestabhange des Panajirdagh unweit des
Theaters in etwa 100m Seehöhe an weithin sichtbarer Stelle. Das
wohlgefügte Quaderwerk des hier aus der Schutthalde hervor-
sehenden Unterbaues erregte im Herbste des Jahres 1897 Benndorfs
Aufmerksamkeit und die gründliche Untersuchung der Baustelle,
welche am 26. October desselben Jahres begonnen, in acht Tagen zu Ende geführt werden
konnte, hatte günstigen Erfolg.1)
Das Bauwerk ist durchaus auf dem gewachsenen Fels fundiert, der an der Bergseite
senkrecht abgearbeitet wurde, um für eine ringsum laufende, schmale Plattform Raum zu
schaffen. Diesem Umstande sowie der beträchtlichen Höhe des Unterbaues ist die Erhaltung
der meisten Fundstücke zu danken, indem der vom Regen talabgeschwemmte' Schutt
wenigstens die nach dem Berge hin gestürzten Trümmer bald bedeckte und vor späterer
Wiederverwendung bewahrte. Sie fanden sich eingebettet in eine lehmige Erde, die mit
zahlreichen Scherben verschiedenartiger Tongefäße und Lampen, auch einiger figürlicher


x) Vgl. den vorläufigen Bericht, Jahreshefte I Beibl. 79 ff.
 
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