Kunstmarkt: Wochenschrift für Kenner u. Sammler — 15.1918

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DER KUNSTMARKT

Gemälde-Sammlung
des verstorbenen
Baron fllberf v. Oppenheim
Köln
Katalog 1725 in Folio, üeinwandband
mit 44 Heliogravüren Preis Hl. 40.—
Kleine Ausgabe des Kataloges mit
44 Klisdieeabbildungen Preis III. 5.—
Versteigerung
in Rudolph kepke’s Kunsfaukfionshaus, Berlin
Dienstag, den 18. IRäiz 1918
11 Uhr

Hugo Helbing Rudolph kepke’s
Hifi ach en, Ä^er‘ Kunstauktionshaus
Berlin W 35, Är

Gro^e Sammlung
alter und neuer Gemälde, alter Stiche,
alter Holzfiguren wegen Platzmangels
zu verkaufen
Chr. März, Pfarrer, BshfeW
Post und Station Üttfeld (Westeifel)
Von der Firma Paul Cassirer in Berlin erhielt die
Redaktion folgende Zuschrift mit der Bitte um Abdruck:
Der Abgeordnete Dr. Kaufmann hat in der 105. Sitzung
des Hauses der Abgeordneten vom 11. Dezember 1917 ge-
legentlich seines schleunigen Antrages betr. das Kunstaus-
fuhrverbot folgende Äußerung getan:
»Auch ist es sehr betrübend von meinem Standpunkt
aus, daß ein bekannter Berliner Kunsthändler in der Schweiz
in einer Weise arbeitet, die für die Entwicklung unserer
deutschen Kunst nicht fördernd ist und daß durch diesen
selben Kunsthändler zahlreiche moderne französische Kunst-
werke von Bern aus auf den deutschen Kunstmarkt während
des Krieges geworfen worden sind.«
Demgegenüber stellt die Firma Paul Cassirer, deren
Mitinhaber der angegriffene Kunsthändler Paul Cassirer ist,
hiermit folgendes fest:

Für Lieb ermann-Samml er
Die seit langem verschollen gewesene Platte „Karre
in den Dünen" SA. 50, weiAe deshalb in vielen Lieber« I
mann=Sammlungen fehlt, ist jetzt in einer einmaligen
Auflage von 50 Exemplaren, jeder Drude vom Künstler
signiert und mit dem Trocfcenstempel von E. A. Seemann
versehen, gedruckt worden.
PREIS 150 MARK
Erhöhung für die letzten Exemplare Vorbehalten. Weitere
Abzüge werden von der Platte niAt mehr gemaAt.
E. A. SEEMANN ■ VERLAG • LEIPZIG
i _
1. Zur Zeit werden in Deutschland Genehmigungen
zur Einfuhr von Kunstwerken aus dem Auslande von der
zuständigen Stelle grundsätzlich nicht erteilt.
Herr Paul Cassirer hat niemals den Versuch gemacht,
Kunstwerke nach Deutschland einzuführen und den dafür
erforderlichen Dispens zu erhalten.
2. Herr Paul Cassirer hat weder unmittelbar noch
mittelbar ein französisches Kunstwerk während der Dauer
des jetzigen Krieges aus der Schweiz nach Deutschland
gebracht oder zu bringen versucht.
Die Richtigstellung der Dr. Kaufmannschen Äuße-
rungen kann erst heute erfolgen, da uns erst jetzt der offi-
zielle Wortlaut des Verhandlungsberichtes aus der Sitzung
des Abgeordnetenhauses vorliegt.
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