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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 17.1941/​1947(1941)

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https://doi.org/10.11588/diglit.42016#0027

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riseki-uls

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tägliclren 8orgen und l^löte des Bin^elnen einging und rnanclres Mal ^.bbilke
scbaffte, bat ibrn viele freunde erworben.
Owiscben 1932 und 1935 erreiebt die urgescbicbtlicbs Brkorscbung des Bandes
rbren eilten Höhepunkt. Onerrnüdlicbe Oeländsbsgebung und sorgsamste Bsob-
acbtung kundreicber Oebiste kalten allmäblicb die Voraussetzung kür Onter-
nebmungen größeren 3tiles gescbaffen. Unter lVlitbilks des 1932 ins Beben ge-
rukenen kreiwilligen studentiscben Arbeitsdienstes und ln enger Zusammen-
arbeit mit dem von Qero v. Merbart geleiteten vorgescbicbtlieben 8eminar
der Universität Marburg, das innner wieder ältere Oaclrstudentsn als Orabungs-
leiter ^ur Verkügung 8tellte, gelingt eins grollartige Entdeckung nacb der
anderen. Oie Micbelsberger Böbensiedlung von Munzingen, die Blrnenkelder-
aiedlnng von Burkbeim a. X., die spätlatene^eitlicbe Baurakersisdlung von
Breisacb-Bocbststten, dis Breisacber Xastellgrabung und der ^.lamannenkried-
bok von Mengen baben sieb, urn nur einigea au8 der VieOabl der Blnternebrnun-
gen ^u nennen, ibren Blat^ in der wissenscbaktlicben Bubli^istik erworben,
aucb wenn dis rnonograpbiscb gedaebten ^.bscblullbericbts in ^.nbetracbt ds8
überreicben Oundstoffes nur er8t 2urn Beil erscbienen 8ind.
Oer 8trorn von Bunden, der allmäblicb die ssbr begrenzten Bäumlicbkeiten
irn Oeologiscben Institut ^u überscbwemmen drobt, verlangt gebieteriscb
nacb einer grundsät^licben Begelung. Ougleicb rnit der Ooalöaung von der
Oeologie und der Bingliedsrung Mer Orgsscbicbte al8 selbständige bistoriscbe
Disziplin in dis Bbilosopbiscbe Bakultät erkolgt 1937 die Übersiedlung in da8
neue, weiträumig au8ge8tattete In8titut irn elrernaligen Mdelbauser Xloster.
Mm 17. üuni 1938 kann Oeorg Xrakt rnit berecbtigtem 8tol2 aucli da8 naclr
rnodernen Orundsät^en aukgebaute städtiscbs Mu8surn kür Blrgescbicbte er-
öffnen, da8 dank der groll^ügigen Blanung der Ltadt Breiburg irn gleiclren
Oebäude wie da8 Institut untergebracbt wurde, und da8 in 8einer reiclren
8ebau beredtes Beugnis kür die bingsbungs volle Mrbeit der vergangenen dalrre
ablegt.
Hier irn eigenen Bause, in dein in geradezu idealer lVeise Bebrstätte, Oenk-
rnalpffege, 'Werkstätten, Baboratorium und museale 8cbau vereinigt 8ind, ffnden
8iclr nun endliclr aucli die Voraussetzungen kür einen geordneten Bniversi-
tätsbetrieb und kür wi88en8clraktliclre Mrbsiten gröberen 8tils. 8eit 8einer
Babilitation ffat 8iclr Oeorg Brakt rnit tiekstem Ornat auclr seinen Mukgaben
ala Bniversitätslebrer angewandt und 8iclr rnit Hingabe der Br^iebung jungen
kaclrliclren Bacbwucbses gewidrnet. Bs ist ^weikellos eins gewiaas Bragik, dall
ibm, der aiclr irn Orunds seines Berkens irnrner rnslrr der Wissenscbakt, als
der Braxis verkünden külrlte, der in den Bodenkunden weniger daa lVluaeurna-
obMkt ala vielrneffr die lriatoriselre Urkunde aalr, die ea in einen gröberen
gsaclriclrtliclren Babmen 2U stellen galt, der aiclr stets rnit dein lreiligen Born
dea eclrten Borscbsrs gegen alle wiaaenaclraktliclre 8clrarlatanerie wandte, dab
gerade ilrrn die letzte Anerkennung in seiner Baukbabn als Missensclraktler
und Ooclrsclrullelrrer versagt klied. °^Ver ilrn kannte, wullts, dall er darunter
sclrwerer litt, als er äullerliclr ^ugsken rnoclrte. Oa^u Karn, dall Oeorg Xrakt
auks tiekste enttäusclrt üker das Mclrtersclreinen der grollen, irnrner wieder
erlrofften Ouclrauer Oudlikation gewesen ist, an der er rnit einein narnlrakten
Beitrag — er lratte die Bearbeitung der Xerarnik und der Xleinkunds üder-
nornrnen — beteiligt war. 8o konnte er entsebeidend wicbtige Brkenntnisss,
die sicb auk die Oliederung der Ornenkelderkultur in 8üdw6Ltrnitte1europa

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