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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 17.1941/​1947(1941)

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https://doi.org/10.11588/diglit.42016#0045

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Von all ben anbern Publikationen ber verscbiebenen Wissensgebiete, bie von
ssinern scbarlen Verstanb und ber glän^enbsn Osobacbtungsgabe Zeugen, sei
vor allein aul „Die Ontbeckungsgescbicbte einer nensn Lcbnecke" (28) bin-
gewiesen: ibre „Ontbeckung wäre unterblieben, wenn ber Verfasser nicbt seit
babren bern lVlolluskeninbalt von Orbscbicbten, beren ^.Iter burcb nr- unb
frübgescbicbtlicbe Ounbs festgelegt werben kann, seine bssonäere Oeacbtung
gsscbenkt bätte." „Das wicbtigsts Orgebnis biessr Ontersucbung ist ber blacb-
weis eines bisber unbekannt gewesenen Oebensraurnes." 2ugleicb bienen biese
Lebneckenscbälcben bern Orgescbicbtsforscber als blacbweis alter Wasserstänbe,
wie überbauet aus bieser Arbeitsweise Oräbistorie unb lVIolluskenkunbe in
gleicber unb weebselssitiger 'Weise blut^en sieben.
Vor 1933 bat Robert Oais rnit Hingabe bis Rabiscbe l^aturscbut^stslle geleitet,
unb es ist eine Rreube, clen leiäenscbaftlicben Protest gegen clie staatliebe Oau-
bewilligung cles Lcblucbsee-Rraftwerkes ^u lesen, ln bern clie tief eingewur-
zelte Oiebe ?ur ursprünglicben blatur offenbar wirb (89). In jenen babrsn
labte er bis naturgescbicbtlicbsn Ereignisse in unserer Oeirnat innerbalb eines
babres in „Obroniken" 2:usarnrnen (102—108). ^.ucb oblag ibrn bie Lcbrift-
leitung bes Ouebes „Oer Raiserstubl, eine blaturgsscbicbte bes Vulkangebirgss
arn Oberrbein", ber er sieb gerne unb rnit Lorgfalt wibrnete.
Oie 7.ur Lcbilberung brängenbe Rreube an ber blatur offenbarte sieb sebon in
ber Ltubien^eit. ^.ls Oltrnanns sein „Oklan^enleben bes Lebwar^walbes" ?u-
sannnenstellte, fertigte Robert Oais ^ablreiebs Ltricb^eicbnungen unb inalte
brei^ebn farbige ^.bbilbungen für ben Oalelbanb. Diese Oklan^enbilber sinb
rnebr als nur botanisebe Darstellungen. Oerne pbotograpbierte er —- unb aucb
babei gelang es ibrn, bas ^.ubergswöbnlicbe in einbrucbsvollen Rilbsrn kest-
^ubalten. Oie kleinen „Lcbilberungen" (123—126) ber Oribsrger babre sinb
gleiebsarn Vorübungen für sein 2iel, bie nüebterne Ltrenge ber wissenscbalt-
licben Darstellungen bureb eine belebte Lpracbe 2U burcbbrecben unb sie so
bern bbcbt-Racbrnann anregenbsr ?u rnaeben, bern Oeser irn allgemeinen aber
aucb bis Orunbstirnrnung bes jeweiligen Rinbrucks ^u verrnitteln. Oie späteren
Arbeiten sinb bavon lebenbig burcbset^t. lVIit Tabellen unb grapbiscbsn Dar-
stellungen unterbaute er sinnfällig seine Aussagen, wie ja überbaupt irnrner
wieber seine Rreubs arn 2eicbnen unb an banbwerklicbsr Retätigung siebtbar
wirb. Oie Rxperirnente fübrte er oft rnit selbsterbaebten unb selbstkonstru-
isrten Apparaten burcb.
Robert Oais ist aus keiner „Lcbule" bervorgegangen. ^.ucb war es ibrn burcb
bie äuberen Verbältnisse unb scblieblicb burcb ben jäben ^.bbrucb seines
Oebens nicbt rnöglieb, eine Lcbule ?u begrünbsn. Irn Verlaut ber babre ver-
woben sieb aber seine Oin^elkorsebungen irnrner bicbter 2u einbeutigen, klaren
^rbeitsricbtungen sowobl innerbalb ber speziellen Oebiete, wie aucb vor allein
für neue Orkenntnisse in ber Orgescbicbtslorscbung. Lo stellt bis aus ben
VeröKentlicbungen erkennbare „Oais'sebe lVIstbobe" einen lesturnrissenen
Oorscbungsbereicb bar. In biesern weiter ?u arbeiten unb ibn aus^ubsuen ist
ber würbigste Dank, ben wir Robert Oais für seine ^abllosen wissenscbaltlicben
Anregungen barbringen können.

Rreiburg i. Or.

Rlisabetb 3 c b in i b
 
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