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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 17.1941/​1947(1941)

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https://doi.org/10.11588/diglit.42016#0073

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Oie steln^eitlicl^e OesieciiuriZ des Kreises SseklnZen

LZ

ibre südbebe Kege ist die gen^e, nur wenig gegliederte Hocbbüebe den Wir-
kungen des /».lpenlöbns uusgeset^t. Lin lüngerer Herbst, rnilderer V/inter und
Zeitiger Lrüblingsuntung wuren die deutbeben Leicben dieser Begünstigung
dureb die blutur. Lür den Vieb^üebter und Beuern weren sie von unscbüt^-
berer Bedeutung. Bngleieb leiebter konnte der klenscb rnit seinern noeb unvoll-
kornrnenen /.ckerbeugerüt den tleebgründigen Boden bearbeiten, geb 68 doeb
nur niedrige Xuppen und sonnige Hunnen rnit Lust ?u bestellen. ^n 8ie scblos-
8en sieb leuebte V7eldwiesen en, von ^eblreieben tzuellen und bsebreieben Bü-
cben reicbbcb bewässert. In den blrweld konnte rnen des Vieb ^ur berbstbeben
Biebelnrnest treiben, der, wie die vielen Bleilspit^en beweisen, rnit 8einern
groben V7ildreicbtuin des bevorzugte degdgebiet wer.
In welebern klebe 8ieb der Lundreicbturn de8 südwestlieben Bot^enweldes neeb
blorden und 03ten lortset^t, lebt 8ieb beute noeb niebt ent8ebeiden. Hingegen
dürlen wir ^wei 8ogenennte „Belencesteine" von Oberwibl el8 Leieben der
Ziedlertetigkeit ds8 bleolitbikers bewerten, ^o) V/eniger deutlieb weist de8 kleine
dünneekige Vrepe^beileben von Boebsel eul den IIrn8tend bin, deb der llot^en-
weld ^wiscben lVlurg und 7V1b neolitbi8cbe8 Liedlungsgebiet wer. Hier 8ind die
nlorpbologiscben Oegenset^e ^wiseben Oebirge und Ztrorntel Ie8t völlig ver-
scbwunden. Irnrner niedriger wird die Boebtlecbe )e weiter wir neeb 08tsn
kornrnen, urn 8ebliebbcb ostwärts der /».1b lleeb unter die lVlusebelkelktelel de8
Xlettgeus unter^uteueben. Von bier eu8 erreiebte der Ueolitbiker viel leiebter
die Bocbbäcbe de8 Hot^enweldes. In ellrnäblicbein Anstieg konnte er vorn
Boebrbeintel und von der lVlusebelkelkplette de8 Xlettgeus eu8 die böeb8ten
Ltellen der TVbtregungsebene erreieben. KVes binderte ibn, 8icb die8e Vorteile
nutzbar ^u rneeben?
Binstweilen ergibt die völlig ungleiebrnäbige Burebtorsebung dieses Oebietes
— ungün3tige Verkebrslege von Läekingen eus — ein völlig verzerrtes Bild
^u Ounsten der Lüdwestecke, wie 68 die Verbreitungskerte deutbcb widerspie-
gelt. Oer späteren Borsebung wird 68 vorbebelten bleiben, ein wirklieb ge-
treu68 Lild de8 Besiedlungsgenges ^u ^eiebnen.
Breiburg Bgon Oersbeeb

6v) Oie „Oelencesteine" besteben eus gröberen ebgepletteten Orenitgeröllen, die von
den Bleebselten ber engebobrt sind. Oer kleinere Ltein ist von beiden Leiten ber
eingebobrt. Os ist iedoeb eine Beblbokrung, de die Oonrlöcber sieb niebt geneu
getroKen beben, /.ut einer Leite liegen rings urn des Oobrloeb kerurn kon^en-
trlscbe Billen von etwe 2—3 rnrn liete. Lie verrnitteln den Olndruck, eis ob es sieb
bei den „Oeleneesteinerk urn /.ebsenwiderleger irgend einer Orebvorricbtung oder
urn Oescbwerstelne einer Oobrrnescblne bündeln würde. Orn rnittelelterliebe Oerete
bendelt es sieb rn. O. niebt, de sie in solebern Ousernrnenbenge noeb niebt beo-
becbtet worden sind. Vgl. bler^u Oed. Oundber. I, 1925—1928, 176 tk. Vbb. 79;
ein weiterer Ltein von Leckingen (Oetelognurnrner 84), ^wei Lteine von Leekin-
gen, Ortsteil Oberseckingen (Xetelognurnrner 91). Oer eine wurde ^usernrnen rnit
neolitbiseben /.rtetekten getunden. b.ucb er weist Orebrillen eut. Oei dein Ltein
leg euberdern ein lenglicbes, bngerdickes Oeröll rnit einer Oundrille ern dorselen
Onde, wie wenn der Ltein ?urn Oieben eines Oidelbogens benutzt worden were.
Oin Ltein rnit engetengener Oobrung sternrnt vorn „lotenbübl" bei lVlurg (Xete-
lognurnrner 24). Hierzu ein ebnliebsr Ltein eus der bendkerennscben Siedlung
Xöln-Oindentkel. tV. Outtler-Oeberev, Obln-Oindentbel, Hext 131, Ist. 70, 15. —
O. Oeller-^ernu^rer und O. Oelnertb, Orgescb. d. ü'burgeues, 35 kbb. 4, 8.
 
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