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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 17.1941/​1947(1941)

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https://doi.org/10.11588/diglit.42016#0104

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weisen die altertümlicden öolmarer Lundstüeks und allgemein einzelne wenige,
edronologised relativ trüd ^u datierende Lndingsr und Opdngsr Ltücke. Line
direkte Bseindussung des Keramikstils von auden ist vorerst niedt test^ustellen;
die Liedlungen maeden irn Oegenteil den Lindruck, als od sie aut vorgesedo-
dener Ltelle iirrer eigenen Lntwieklung üderlassen gewesen wären. Od sied die
grolle Liedlungslücke südlied Bastatt dis südlied Oltendurg wird sedliellen
lassen, mud die Lukuntt erweisen. Klan könnte dies mindestens in der Vor-
derg^one erwarten.
Oden wnrcie gezeigt, dall die ursprüngliede Binien^ier der Landkeramik sied
vieltaed ^u einer reinen Lticdver^ierung entwickelte, und es mullte daraus die
Kotwendigkeit adgeleitet werden, nicdt iede Lticdver^ierung dem Bössener
Kulturgut 2U2usedreiden. Line sedartsre önterscdsidung reiner Bineardand-
keramik von der südwestdsutscden Ltiedkeramik im Linne der Ltrod'scden
Apologie mullte gefordert werden. IVenn so dis eingangs erwädnten Lunde
Lweitel ölten liellen dinsiedtlicd der Bicdtigkeit einer Zuweisung ^um Bössener
Kulturgut, so daden die Kriegsmallnadmen Lnds 1944 dsi Königscdaltdausen
einen sedr deodaedtenswerten eindeutigen Lund süddeutsedsr Ltiedkeramik ge-
dracdt. lVledreren Oruden konnten ^adlreiede, reied versierte Lederden Bös-
sener ^.rt entnommen werden. Lie daden stilistiscd sedr nade Verwandtsedatt
2u den öden genannten sticdkeramiseden Lederden von Köndeim im Llsall
(O. Bersu a. a. O.). Lie passen sied stilistiscd der von Ltrod autge^eigten
^.dgren^ung der südwestdeutscden Ltiedkeramik gut ein, steden ader Kön-
deim wesentlicd nädsr als etwa dem Ooldderg. IVas ader dier desonders
interessiert, ist die Latsaede, dall sie geradezu instruktiv die Berecdtigung der
öden gemacdten Bedenken destatigen. Oie Königsedaltdauser Lederden Zeigen
gegenüder dem dis iet^t vorliegenden lineardandkeramiseden Lunddestand
etwas grundlegend anderes dinsiedtlicd Material, Lormen und Ltiedtecdnik.
Ls ersedeint völlig ausgesedlossen diese Bössener Lederden ^u der vorliegen-
den Lineardandkeramik stilistiscd in ein Verwandtsedatts- und ^.ddängigkeits-
verdältnis dringen ?u können oder von dieser im Zinne einer V^eiterentwick-
lung oder Beeinflussung adleiten ^u wollen. lVlit diesem Lund taucdt in un-
serem Osdiet etwas völlig Keues aut. Brot^dem wird es eine interessante ^.ut-
gade der künftigen Lorscdung sein, die Verdindungen ^wiseden der lineardand-
keramiscden und der Bössener ^.rt aut^usueden; denn ^eitlied weit können
deide, wie der Köndeimer Lundkomplex ^eigt, niedt auseinander liegen. Be-
aedtlicd ist die nade Verwandtsedatt ^u Köndeim aucd dadurcd, dall die Bös-
sener Zuwanderung in unser Oediet von Korden der ansedeinend die gleicden
Vege dured das Llsall genommen dat, wie dies öden für die Bineardandkerami-
ker vermutet wurde. Beaedtenswert ist das erste ^uttaucden an dem ange-
nommen Bdeinüdergang bei Königscdaltdausen im nördlicden Kaiserstudl-
gediet. In diesem Lusammendang sei aut das südliedste Vorkommen reiner
Ltiedkeramik Bössener ^.rt aut der Kode von Beltort (Orotte de Oravaneds)
dingewiesen?^) Öder den neuen Königsedaltdausener Lund werden die kommen-
den Lundderiedte Veiteres dringen.
V^as weiterdin niedt geklärt werden konnte, ist die deeindruekende Vatsaede,
dad die gesedilderten lineardandkeramiseden Kulturen aut der Kode idrer Lnt-

37) ^.ssoe. träne, pour l'avaneement des seienees Besancon 1893, 2, 693; Museum
Beltort.
 
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