Universitätsbibliothek HeidelbergUniversitätsbibliothek Heidelberg
Metadaten

Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 17.1941/​1947(1941)

DOI article: DOI Page / Citation link: 
https://doi.org/10.11588/diglit.42016#0199

DWork-Logo
Overview
loading ...
Facsimile
0.5
1 cm
facsimile
Scroll
OCR fulltext

18?

statteten Oräberfeld von Beckingen, Xr. Mer?ig (Laargebist) ^«)^ nur Lchlecht
erhaltenes, rnlt einem lin tzuerschnitt hochrechteckigen Bügel versehenes Ltück
aus dem grollen Orabfeld „Oie Motte" dei Bebach, Xr. Laarlouis (Laar-
gsbiet ^^). Wenn die Zeichnung nicht irrig ist, fehlt hei diesem Ltück der Lehnen-
haken. Oer Bull ist abgebrochen. ^.us Ostfrankreich endlich noch sin Ltück aus
Brunaz? (Marne) II, Orab 4 mit gegittertem Bull und irn (Querschnitt rundern
Orahtbügsl ^). Idaeli der Zeichnung lehlt der Lslmenliaken.
dünger als die hisher aufgs?ählten Orahfunds vorn Rhein und von der Laar,
die särntlich in augusteischer, spätestens tiderisclrer Beit an?uset?en sind, sind
die drei Bxemplare aus dern Briedhof von Xohlen?-Xeuendorf ^^). Bum Orab-
inventar der ersten Bibel gehört ein Mitteler? des Oaius 4»), Oie Bibel seihst
hat einen soweit die Zeichnung erkennen lällt, vierkantigen, im tzuersebnitt
puadratiscben Bügel und rnassiven Bull. Oie Heiden andern gleichermallen rnit
vierkantigen! Bügel, aher gegittertern Bull ausgsstatteten Ltücke werden ebenso
alt sein wie die Zuerst genannte, allenlalls etwas älter"), Bliebt gan? einfach
?u heurteilen ist ein neuerer Bund aus Blanig (Rhsinbessen) ^). Oort wurde in
einer Orube eine Ltsinkists mit Lteindeekel gefunden, die als Behälter für dis
Olasurns eines Brandgrabes diente. Oie restliche Orube rings um die Ltein-
kiste war rnit Leberben von den verschiedensten Oefällen, ?erschmol?enen Olas-
llaschen und Olasbebältern, verglühten und unverglülrten Bisengsräten, ?er-
sehmol?enen Bron?ekrugstüeken und einer verrosteten eisernen Bibel urngehen.
Oie Bibel (Baf. 57, 13) ^) gehört unserer Oruppe an. Oas Orab dürfte urn 100 n. Ohr.
angelegt worden sein, ?umal rnanchs von den Lcherhen erst so spät an?uset?en
sind, ändere Lcherhen sind früher "), etwa claudisch, was ?u der Bibel passen
würde, da unsere Bibelgruppe spätestens in neronischer Beit auller Oebrauch
Karo. Oie Bibel hat einen rnehr stah- als handförrnigen, irn (Querschnitt tzuer-
reehteekigen Bügel und einen auffallend kleinen ralnnenartigen, im Innern
offenen Buü. Oie geringen ^.usmabe des Bulles rühren daher, dall der Bügel
nicht wie sonst in gerader Richtung ?um Bull verläult^ sondern nach der
Bladeirast ?u ahknickt. Oas Büllmaterial, in dein die Bihel gefunden wurde,
dürfte eher von älteren Verbrennungen auf einer ustrina herrühren und hei pas-
sender Oelegenbeit in das urn 100 n. Ohr. angelegte Orab hmeinZskebrt wor-
den sein, als da6 es ?u dern Verhrennungsrnaterial des Orabes seihst ge-
hörte ^).
^ls eins geographisch auffallend geschlossene Oruppe seien irn folgenden dis
Bxernplare aus Orah- und (vereinzelt) Lisdlungsfunden der Westschwei? vor-
gelegt (vgl. ohen). Bwei Ltücke starnrnen aus sechs, leider nicht systematisch

3«) X. Xiein in Bericht Xonserv. Laargebiet 3, 1929 lat. 15, 4 e.
37) X. Xiein in Bericht Xonserv. Laargebiet 4, 1931 lat. 1, 108 e.
38) )Vl. Brv - -I. Brornols irn Bull. Loc. ^rcbeol. Obampenoise (Reims) 32, 1938, 148
lat. 3, 10, Rext 8. 136.
3S) Oüntber in Bonn, dabrb. 107, 1901, 73 ff.
4») Oüntber a. a. O. 89 ^bb. 10, 2 a aus Orah B; Rext 8. 88 und 78.
") Oüntber a. a. O. 92 ^kbb. 12, ohne Xenn?iffer. Bis Bihel rnull aus Orah (Z starnrnen,
vgl. Rext 8. 93; ebenda 94 ^bb. 13, 14 (Bin?eltund ?wischen den Oräbern O und
O, vgl. Rext 8. 82, Blr. 13).
43) B. V Xeüler in Main?. Beitscbr. 35, 1940, 70 ff.
43) B. 1. XeOler a. a. 0. 72 ^bb. 15, 1 (hier lat. 57, 13).
44) Btwa die Ligillaten bei B. V XeOler a. a. O. 71 ^.bb. 14, 3—4.
43) B. 3?. XeOler a. a. O. 73 schwankt in der Beurteilung des Befundes.
 
Annotationen