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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 17.1941/​1947(1941)

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https://doi.org/10.11588/diglit.42016#0284

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274


Orundlage erwacksens tlasckenartige 7I.lnpkore (lat. 65, O 2) durckaus ^uin
8traklungsbereick der TUb-Lron^e^eit, wo sie eins käutige, in niannigtacken
Varianten auttretende Orsckeinung darstellt. Oer relativ kleinen Ikringer Lorrn
init den teldergeteilten 8tickbändern gekoren aut der Ulb an: Luttenkausen,
Laid, lrailkngen (O. Xratt, Lron^e^eit a. a. O. lat. 37, 3; 48, 3; 50, 5). Iin
Lreisgau dart neben Ikringen clsr IVandungssckerben von Oberrotweil (lat.
65, 0 6) liier eingereikt werden. Iin Llsab gekört lVlollkirck, Lr. klolskeiin, Lü-
get 4, ^u unserer Oruppe, dessen Leider init eingeseknittenen lannen^wsig-
inotiven getüllt sincl. Oie da^ugekörige Ladet rnit 8ckattrippung ist ein Vor-
lauter der spätbron^e^eitlicken sckwergerippten Ladein. 8ie wird deni jün-
geren ^.bscknitt der Lügslgräberbron^e^eit (etwa 8tute O nack Leinecks) ^u^u-
reelinen sein (vgl. L. Lenning, Oenkinäler d. Llsäss. Ultertuinsslg. (1912) 7 ^.bd.
7—9; d. Laue, Oenkinäler Vorröin. lVletall^eit (1905) 283). Iin Ungenauer Oebiet
spielt die Llascksnainpkore nur eine untergeordnete Holle, wie ruan überkaupt
liier das Orobgetäb nickt sckät^t. Lin einkenkliges Oetäk dieser Oattung init
sticligetüllten senkreckten Ländern stainint von Hügel 41 Lur^geländ (L.
8ckaetker, lertres 1 (1926) lat. 5 O). Iin übrigen weieken die Lagenauer Lor-
inen deutlick von denen der /Lb ad (vgl. L. 7V 8ckaetker, lertres 1 (1926) lat.
5, L. 0. L. O.). In ikrer Oroktorrn Kat die 7Lb-7knipkore auck nock über die
Vogesen kinweg in das Lügeigräbergebiet uin Lanczi eingewirkt, wo durek
Oointe Leaupre unruittelkar verwandte 8tücke in Leinainville und IK^elot, Oep.
lVlsurtke-et-klosslle, ausgegraken worden sind (klein. 8oc. d'H-rcksol. Lorraine
1909, 1 tt. init Tkkk.; d. Osckelette, lVlanuel 2 (1928) 384 7KKK. 153. 2). Oie Ikinpkore
von ^.^elot entsprickt etwa der ^.inpkore von IVilsingen (O. Lratt, Lronr:e26it
a. a. O. lat. 43, 1). Line dritte ^.inpkore, die ein gsn? kallstättisck anrnutendes
8cku1tert6ld besitzt, das init waagrsckten Lillenbändern verliert ist, stainint aus
dein Lois de -lointois, Ooniin. de Ola^eures, südwestlick von Ouneville (Lull.
Ikrckeol. 1903, 437 tt.; kluseuin Lanc^).
Irn Oegensat^ 2u der ^.inpkore ist das Lubgetäb (lat. 65, O 3) eine in Hagenau
geläukge Lrscksinung und wir tragen keine Bedenken, die Ikringer Luksekale
uninittelkar init Lagenauer Lunden in Le^iekung r:u setzen, ^.uck kier ist die
Variationsbreite eine reckt erkeblieke, die sick r:uin leil aus ckronologiscken
Oründen ergeben rnag. Oern Ikringer 8tüek eng verwandt sind Luksekalen aus
Lircklack, Hügel 18 (L. 3ekaeiter, lertres 1 (1926) lat. 7 L), laubenkübel,
Hügel 4 (ebenda lat. 7 L) und Lircklack, Hügel 28 (ebenda lat. 8 O).
Oer Ikringer Orabtund, der auck tür die Lelegungsgssckickte der bekannten
Lekropole von IVicktigkeit ist, die nun iininerkin dock bis in die Lron^e^eit
2:urückreickt, wird aut Orund der lVlollkireker Ladsl, terner des die beginnende
8pätbron26^eit anzeigenden Llügelkenkels der Luksckale, endlick des in Ikrin-
gen wie in Lircklaek auttretenden Lrandritus dern Lnds der reinen Lügelgrä-
berentwicklung, nack Leineeke etwa dein Lnds der 8tute O ^u^uweisen sein.
(Liinrnig)

3. Orabkügel II.
1906 untersuekte L. Liscker den Hügel II. Oie Zentrale Lauptbestattung, die der
Lallstatt^eit angekörte (vgl. IV. Lest, Lallstatt^eit in Obsrbadsn, in Vorberei-
tung) war aut eine ältere Xultursckickt der Lrükbron^e^eit autgeset^t. Diese
bestand aus dunkler Lrde, die dickt init Ilscke, Ilol^kokle, verbrannten und un-
verbrannten Lnocken von 8ckwein und Lind, 8cknecken und 8ckerben durck-
sst^t war. Ikre Husdeknung betrug 9 ^u 4 rn bei einer 8ckiektstärke von 0,2 bis
 
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