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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 17.1941/​1947(1941)

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https://doi.org/10.11588/diglit.42016#0292

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einer gröberen Liedlung arn üker der reckt sckattigen und küklen Lüdseits des
Überlinger Lees r:u verkiekten uncl statt dessen die sonnige Böke des Bodan-
rückens r:u bevorzugen. 2iu bedenken ist allerdings auck, dab die steil 2urn
Lee abstür^enden Hänge der keutigsn klariensckluckt keinerlei bäuerlickes Hin-
terland boten, sodab rnan vielleiebt auck ans kiesen dründen das ankern wokl-
gescküt^te Bökenplateau einer ükerrandsiedlung vorweg. 5ickerlick batten
^jedoek die Bodenburgleute eine direkte Verbindung rnit dern 8eeuker, so dab
der dedanke vielleiebt gar nickt so abwegig ist, es rnöekte die kleine ürnen-
kelderstation von Bodrnan lediglick eine „Oependance" ?u Bisckereirwecken
gewesen sein.
Oie Bntdeckung der Bodenburgsiedlung ist ein Lcknlbeispiel dafür, 2u welcken
Brgebnisssn planniäbiges ^.bsucken kükrsn kann, besonders, wenn der Arbeit
irn deländs ein s^steinatisckes duellenstudiurn vorausgegangen ist.
Bltbl. 148 Überlingen. — Verbleib: lVlkü. Breiburg. (Leck, Bkinrnig)
Vreisack (Breiburg) ,Münsterberg".
1939 wurden bei inilitäriscken Erdbewegungen Lckerben der ürnenkelderkultur
(Blallstatt und B), darunter ein breiter Lekulterbecksr rnit Xarnrnstrickvsr-
2ierung (Vak. 70, d) gekunden, die r:u der bekannten ^nsiedlung gekoren dürf-
ten (vgl. etwa Lad. Bundber. 16, 1940, 104 kk.).
BItbl. 105 Breisack. — Verbleib: lVlkü. Breiburg. (Ottle, Xirnrnig)
Burkkckn (Breiburg) „Burgberg".
1939 wurden anr Westkang des Burgberges Beobacktungsstsllsn und Baukgrä-
ben angelegt, wobei an ^aklreicken Ltellen die urnenkslder^eitlieke Xultur-
sekiekt angescknitten wurde. Oabei wurde unter der Beitung von Or. 'Weber
das Brokil eines über 100 rn langen drabens aukgenornrnen und die anfallen-
den Bunde geborgen.
1940 wurde irn klorden des Blateaus eins weitere Bsobacktungsstelle angelegt.
Oer kierr:u notwendige 2ugangsgraben durekscknitt ^unäekst die drabungs-
tläeke von 1932 (drundstück Bäringsr) und traf dann nördlick davon auf seeks
drüben, von denen eins besonders kundreicks ^wei gan^s dekäbe und einen
Lpinnwirtel ergab. Klock irn gleicken Blonat wurden weitere neun drüben an-
gescknitten, aus denen wiederurn ^aklrsicks Bunde der üblieken ^.rt, darunter
eine Bollennadel aus Bronze, geborgen werden konnten.
Irn Winter 1943/44 wurde dann die gesarnte Bocktläcke des Burgberges ?u einer
Beben-lVlustsranlage nrit einern Blotorpllug 0,6 rn tief urngebrocken. ^.Is Ver-
treter des Bandesarnts stellte sick liebenswürdigerweise der ^etnge Xreissckul-
rat B. Xukn, Börrack, als örtlicker Beobackter ^ur Verfügung. Bei der Lcknsllig-
keit des Arbeitsvorgangs war es leider nickt rnöglick, genauere üntersuckungsn.
an^ustellen, was urnso bedauerlicker war, als durck diese Viek-Bigolung die
alte Oberkäeke weitgekend verstört worden sein dürfte. Oarnit entfällt aber
kür alle Zukunft die Blöglickkeit, durck eine Blanabdeckung, wie sie 1932/33
besonders auf dern (Grundstück Oäringer durekgekükrt werden konnte, etwaige
Blausgrundrisse krei^ulegen. 7^.uck flack gelegene drüben werden auf diese Weise
verloren gegangen sein. Bür eine Brgän^ung des 1932 begonnenen Oesarntplanes
werden also nur nock die tiefen drüben ?ur Verfügung stekerr die natürlick
ein durckaus einseitiges Bild der Anlage bieten. Bsacktenswert sckeint die
1943/44 gernackte Beststellung, dab sick die sckon 1932/33 bsobacktete dickte
Ztreuung der drüben offenbar über die gan^e Bocktläcke kortset^t und erst
 
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