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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 17.1941/​1947(1941)

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https://doi.org/10.11588/diglit.42016#0348

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ZZ8


Vs: LVlL(erator) LOLVViVlVL L(ius) /^VO(ustus), Lüste des Kaisers init Ltrsli-
lenkrone. — Ls: lVIOKLV^. ^.VO(usta), >veibliche Ligur.
Kltbl. 166 Läckingen. — Verbleib: Leiinatinuseuin Läckingen. (Oersbach)
Viengen (IValdshut) „Oloekenberg".
Kach Klitteilung von Lauptlehrer 7^,. Klarer (Kirch^arten) beündet sich iro
Leiinatinuseurn Viengen eine rörnische lVlün^e, die vorn Olocksnberg stannnen
soll.
lVltbl. 156 V/aldshut. (Lchnsider)

O) Oerrnanen ln römischer 2elt
Lechtingen (Lreiburg), Lponeck.
Vor dahren ^vurde iin Oelände der Lurg Lponeck die Lchale (Vak. 86, O und
87, 2) unter unbekannten Oruständen gekunden und 1943 auk Veranlassung von
O. Krakt durch Verrnittlung von W. Lchleierniaeher irn Landesinuseuin Karls-
ruhe ergänzt und gezeichnet.
Lesclireihnng: Oickv/andige grobtonigs, auk der Lcheibe gedrehte Lchale. Oer
Loden gan?, die 'Wand einschlieblich des Landes ^u einern Orittel erhalten.
Von braunrot dis schwärzlich, sehr hart Zehrannt. Leicht abgeset^ter Loden,
nach auüen gesehweikter kalottenartiger Unterteil. Oberteil auben senkrecht,
auk der Innenseite konvex nach innen geschweikt. ^.ni Lauchknick und Land
)e ein V^ulst. L. 8,1 crn, Landdin. 14,6 ein, LuLdni. 6 crn. 7^.uk der Unterseite
des Ludes ist die Vak. 86, O abgebildete Klarke eingerit^t.
Oas Ltück gekört einer seit Leginn des 4. dakrhunderts weit verbreiteten
Oruppe von Lchalen an, kür die der scbarke Lauchknick über dein kalotten-
artig nach aubsn gesekweiktsn oder (seltener) geraden Unterteil und nicht sehr
hohe, annähernd senkrechte oder leicht nach innen gebogene Landung kenn-
zeichnend sind. Oas Lroül von V^and, Lauchknick und Land wechselt irn ein-
zelnen stark. Oie nächsten Larallelen ünden sich säintlich in Lüdwsstdeutseh-
land, so die gröbere der beiden Lchalen aus dein Orabkund von Vüesloch
(Heidelberg) (Lad. Lundber. I, 1925—1928, 283 ^.bb. 120 links), die durch den
nntgekundenen konischen Olasbecher init Ltandring und spiraliger Liekung in
das letzte Orittel des 4. Jahrhunderts datiert ist. ^u den Olasbechern vgl. etwa
die beiden Lrsgen^er Ltücke (v. Lchwer^enbach-dakobs iin 47. dakresber. Lan-
desrnus. Lregen^ 1911 ^.bb. 8. 51 ^u Orab 723; 3. 63 ^u Orab 824) und rnebrsre
Lecher der gleichen Oestalt ohne Liekung aus dein Larkopkag O von Köln-
Klüngersdork (L. Lrernersdork, Oer Outshok von Köln-Klüngersdork, Loin.-Oerin.
Lorsch. 6, 1933, 95 Vak. 51, 1. 12); vgl. auberdein dis letzte Lebandlung dieser
Lecher durch Vk Labere^ (Lonn. dabrb. 147, 1942, 249 K.; 253 k. Vak. 32 ^.bb. 1
lVlitte; ^.bb. 2 LLtte). Oleieh alt sind keiner die beiden Lchüsseln aus dein
Orabkund von Leidelberg-Keuenbeiin (^.lt. heidn. Vor^. 5 Vak. 5, Kr. 92. 94),
dis durch die Kerbschnittschnalls (a. a. O. Kr. 98) und die Lieinenxunge init
Ksrbschnittver^ierung (a. a. O. Kr. 99) in die Klitte bis Zweite ldälkte des 4.
dabrhunderts datiert sind (da^u O. Lebrsns in Lehuinacberkestschrikt 1930, 285
kV), sowie die Lcbale aus einein Lrauengrab von Vrebur (Ltarkenburg) (Oer-
rnania 22, 1938, 178 TVbb. 3; 179 ^.bb. 4). Oie hier aukgs^äblten und noch einige
weitere Ltücke, säintlich aus dern rechtsrheinischen Lüdwestdeutschland, bilden
eins rdsinlich selbständige geschlossene Untergruppe innerhalb der Lchalen und
Lchüsseln dieses V^ps. Ihin ^u^urecknen sind auberdein die erstinals von
 
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