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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 18.1948/​1950

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https://doi.org/10.11588/diglit.42247#0317

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Der Panzergraben Norsingen—Munzingen

313

Knick 9 „Letzfeld“.
58. Bei Knick 9 in 2 m Tiefe ein horizontal liegender Baumstamm und Scherben.
Letztere nicht mehr zu identifizieren.
Knick 10 „südlich Ortsetter Mengen“.
59. 100 m westlich der Offnadinger Straße, 1,5 m tief, Bodenstück eines wohl mittel-
alterlichen Gefäßes und ein Stück roter Bohnerzjapis mit Brandspuren, aber ohne
Bearbeitung. Von Tieren stammen: ein Zehenknochen vom Pferd und mehrere
Knochenbruchstücke vom Rind und vom Schwein.
Knick 11 „südlicher Ortsetter von Mengen“.
60. Beim Gewächshaus der Gärtnerei südlich Mengen wurde in 1,5 (Oberkante) bis
1,7 m Tiefe ein alter Straßenkörper (?) durchschnitten. Dieser ist rund 2,5 m
breit und besteht aus Bruchsteinen und Kieseln. Unter der Steinlage war braun-
schwarze Torfmudde, die auch als Füllsel zwischen den Steinen zu finden war.
Die Mudde enthielt viele Holzteile und an der Ostwand des P-Grabens auch viele
Tierknochen. In der Mudde ein wohl römisches Ziegelstück. Über der Steinlage
0,7 m im blaugrauen Letten, der nach oben ins graubraune überging, gley-artig
verfärbter Lehm. Darüber 0,2 m Humus. Römerzeitliche Entstehung des Stra-
ßenkörpers ist wahrscheinlich.
61. 10 m nordwestlich dieser Fundstelle, ebenfalls 1,5—1,7 m tief, 1 m breite Stein-
schicht.
62. Unmittelbar nördlich der „3“ von Punkt 214,3 des Mtbl. in der Südwand des
P-Grabens eine fundleere Grube.
63. 10 m nordwestlich des westlichen Offnadinger Weges in der Südwand des P-
Grabens 2,4 m breite, 1 m in den Löß reichende rechteckige Grube mit viel Holz-
kohle, Wandbewurf und Steinen. Keine Funde im Anschnitt.
64. 8 m nordwestlich dieser Fundstelle weitere Grube gleichen Charakters 2 m breit,
1,15 m tief im Löß. Die blaue Lettschicht zog sich bis nahe an die Sohle, ohne
indes die Grube zu erreichen. In der Grube viel Holzkohle, Steine und ge-
brannte Lehmbröckchen.
Knick 12 „südlich Ortsetter Mengen“.
65. Bei Knick 12 wurde zwischen 2,3 und 3 m Tiefe ein Nord-Süd orientiertes mensch-
liches Skelett gefunden. Nähere Fundumstände blieben unbekannt. Aus der
Nähe der Fundstelle stammen römische Ziegels^ücke und ein Feuerstein.
66. Unmittelbar neben dem westlichen Offnadinger Weg (vielleicht identisch mit
obiger Fundstelle) in 1,75—2 m Tiefe viele Holzteile, Tierknochen und römische
Leistenziegel. Einige Knochenbruchstücke sind Beinknochen vom Menschen. Vom
Rind stammt ein Bruchstück eines Beinknochens. Zahlreiche rezent wirkende
Knochen gehören mindestens drei Individuen vom Fuchs an.
Knick 13 „südlich Ortsetter Mengen“.
67. Bei der Dreschhütte, etwa 50 m östlich Knick 13 in der Südwand des P-Grabens
zwei 5 und 2 m breite Gruben. In der großen Grube ausgedehnte Feuerstelle. Im
Anschnitt keine Funde.
68. 10 m westlich Knick 13, 80 m östlich des oberen Biengener Weges, in der Süd-
wand des P-Grabens Grube mit schwarzer Sohle. Im Anschnitt keine Funde.
69. 40 m östlich des oberen Biengener Weges in der Nordwand des P-Grabens Grube
mit einem Spätlatenescherben im Anschnitt.
70. Am Südausgang von Mengen wurden in 1—1,2 m Tiefe gefunden: Stück eines
Doppelhenkelkruges, Rand mit Ansatz beider Henkel, weißlichgrau angebrannt,
2. Jhdt. (Abb. 36, b 1). — Schale mit Barbotine-Auflage am Rand, Form Drag. 42,
ostgallisch, 2. Jhdt. (Abb. 36, b 2). Als Streufunde: Vorrömische, römische und
mittelalterliche Scherben, sowie ein Hufeisen. Unter den römischen, breiter, hori-
zontal geriefter Topfrand des 3. Jhdts., hellgrau-sandig.
Knick 14 „Kaibenriedle“, „Hofstatt“.
71. An der Kreuzung Kaibenriedleweg — P-Graben in 1,6 m Tiefe gebrannte Lehm-
brocken und ein Ziegelstück im blaugrauen Letten, dazu ein Pferde- und vier
Rinderknochen.
72. Bei den zwei Pappeln an der Oberkante des graublauen Lettens in 2 m Tiefe
eine 2 m breite Steinlage. Alter Weg?
73. Nahe der Kreuzung (s. o.) in 0,6—0,8 m Tiefe zahlreiche Tierknochen. Sie sind
vom graublauen Letten dunkelbraun infiltriert und sehr gut erhalten. Da die
 
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