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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 22.1962

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https://doi.org/10.11588/diglit.43789#0272

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264

Fundsdiau 1957—1959: Hallstattzeit

(Taf. 93,11—14). — 2. Bruchstück von Hals und Schulter eines späthallstättischen
grauen Kegelhalsgefäßes mit hohem Schräghals. Die runde Schulter ist nur durch zwei
Riefen und einem ganz schwachen, weichen Bogen von dem geraden Hals abgesetzt. Der
Hals und ein kleines Stück der Schulter unterhalb der Riefen ist graphitiert, darunter
folgt eine Reihe von ineinandergeschachtelten schmalen Graphitbanddreiecken (Sn
57/48) (Taf. 93, 16). — 3. Randscherben eines kleinen, kugeligen, roten Gefäßes mit
kurzem, verdicktem, nach innen und außen kantig abgestrichenem Rand (Sn 57/49
(Taf. 93, 8). — 4. Randscherben eines kleineren, im Ton grauen, außen rötlichen, kumpf-
artigen Gefäßes mit weich und nur ganz leicht ausbiegendem Rand (Sn 57/50) (Taf.
93, 6). — 5. Randscherben eines dünnwandigen, schwarzen Kugeltöpfchens mit sehr
kurzem, ausbiegendem Rand (Sn 57/51) (Taf. 93, 9). — 6. Randstück eines gröberen,
außen rötlichen, im Kern grauen Gefäßes mit schwach gewölbter Wandung, breitem,
leicht ausladendem Rand; in der weichen Außenkehle sehr flüchtige Fingertupfen (Sn
57/52) (Taf. 93, 10). — 7. Zwei dünne, graue Randscherben mit steiler Wand, der eine
mit kleinem, eckig ausbiegendem Horizontalrand, der andere mit breiterem, leicht und
weicher ausladendem Rand; in der Außenkehle beider Scherben schräge dreieckige Stem-
pel in einer bzw. zwei Reihen nebeneinandergesetzt (Sn 57/53) (Taf. 93,1.4). — 8. Dün-
ner, grauer Randscherben eines leicht nach innen gewölbten Gefäßes mit breiterem,
rechtwinklig scharf abbiegendem Rand (Sn 57/54) (Taf. 93, 2). — 9. Grauschwarze,
feine, gemagerte Wandscherben mit schmaler, bandförmiger Griffknubbe (Sn 57/55). —
10. Randscherbchen eines dünnen Gefäßes mit gerader Mündung, Mündungszone in
schmalem Band graphitiert, darunter gegenständige, schmale Graphitstreifen, die wahr-
scheinlich zu einem Dreieckmuster gehören (Sn 57/56) (Taf. 93, 7). — 11. Dünner, hell-
brauner Wandscherben mit breiter Graphitzone (Sn 57/57) (Taf. 93, 17). — 12. Zwei
Randscherbchen mit eckig ausbiegenden, kurzen Rändern, von denen der eine eine dop-
pelte Kannelur trägt (Sn 57/58) (Taf. 93, 3. 5). — 13. Unverzierte Scherben mit z. T.
nach innen abgestrichener Mündung (Sn 57/59) (Taf. 93,15). — 14. Unverzierte Wand-
scherben verschiedener Gefäße (Sn 57/60). — 15. Randstück eines grauen, sehr dünn-
wandigen Schälchens mit leicht gebogenem Unterteil und ziemlich gerader, einfacher
Mündung (Sn 57/61). — 16. Grobes, dickes Randstück aus dunkelbraunem Ton, auf der
Außenseite horizontaler Fingerverstrich (Sn 57/62). — 17. Randstück einer flachen,
dickwandigen Schale mit einfacher Horizontalmündung (Sn 57/63). — 18. Randstück
einer konischen Schüssel mit einfacher, runder Mündung (Sn 57/64). — 19. Randstück
einer Schüssel mit innen gleichmäßig gewölbter, außen im Oberteil leicht eingezogener
Wand (Sn 57/65).
Tierknochenbestimmung : Rind: Zwei Unterkieferstücke, zwei Schienbein-
fragmente; Ziege oder Schaf: Drei Zahnreste, ein Metacarpus, ein Metatarsus; Schwein:
Ein Schneidezahn, ein Eckzahn, zwei Schulterblätter, ein Wadenbein, der Radius eines
sehr jungen Ferkels, eine Phalange (Ed. Soergel).
1959: Bei einer erneuten Erweiterung der Kiesgrube, etwa 60 m nördlich der oben-
genannten Fundstelle, konnten noch vier Pfostenlöcher einwandfrei, ein fünftes noch
annähernd und fünf Feuerstellen erfaßt werden.
Die Pfostenlöcher waren nur noch 0,05 m tief im hellen Kies erkennbar, ihr Durch-
messer betrug 0,45—0,60 m.
 
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