Universitätsbibliothek HeidelbergUniversitätsbibliothek Heidelberg
Metadaten

Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 22.1962

DOI issue: DOI Page / Citation link: 
https://doi.org/10.11588/diglit.43789#0295

DWork-Logo
Overview
loading ...
Facsimile
0.5
1 cm
facsimile
Scroll
OCR fulltext
Fundschau 1957—1959: Alamannisch-fränkische Zeit

287

Ober- und Unterambringen oder zu Bollschweil bzw. dessen Ortsteilen Ellighofen und
Gütighofen mit Sicherheit herstellen.
Mtbl. 116/8012 Ehrenstetten. — Verbleib: MfU. Freiburg. (Gerbig, A. Eckerle)
Königsbach (Pforzheim) „Obere Breite“, nördl. Ortsrand. Gräber
1958: Auf dem Grundstück Lgb. Nr. 2200 (Emil Bauer) wurden bei Ausschachtungs-
arbeiten für einen Hausbau Skelette gefunden. Sie wurden mit dem Aushub wegge-
fahren. Fundmeldung ist nicht erfolgt. Bei einer Nachschau am 31.7.1958 waren in
der Ostwand der Baugrube die Anschnitte von mindestens vier Gräbern festzustellen.
Nach den herumliegenden Muschelkalkplatten müssen mindestens zwei weitere Platten-
gräber zerstört worden sein. Nur 100 m NO der Fundstelle liegt die Gemeindelehm-
grube, aus der Reihengräber bekannt sind. (Vgl. Bad. Fundber. 19, 1951, 220.) Auf dem
dazwischenliegenden Grundstück Lgb. Nr. 2197 sollen vor Jahren ebenfalls Skelette ge-
funden worden sein (5843).
Mtbl. 58/7017 Königsbach. (Dauber)
Liedolsheim (Karlsruhe), Ortsetter.
1959: Der bei Wagner 2 (1911) 80 genannte Reihengräberfriedhof wird durch Neu-
funde etwas schärfer umgrenzbar. Beim Legen der Wasserleitung im April wurden W
der Hauptstraße und der Augartenstraße Gräber beobachtet. Nach der Meldung des
ersten Fundes durch Bildhauer E. Roth wurde im Mai die Verlegung der Hausanschlüsse
durch K. F. Hormuth überwacht und Beobachtungen gesammelt.
A. Hauptstraße:
Grab 1: In der Einfahrt zu Haus 115 (wahrscheinlich die alte Fundstelle der 70er
Jahre) Frauengrab. An Beigaben gesammelt 19 Perlen (Farbtafel).
Grab 2: Einfahrt zwischen Haus 91 und 93, ohne Beigaben.
Grab 3: Einfahrt zwischen Haus 97 und 101-103, ohne Beigaben.
Grab 4: In der Hauptstraße vor Haus 91, ohne Beigaben.
B. Augartenstraße:
Grab 5: In der Einfahrt zu Haus 1 Frauengrab.
Beigaben: Zehn Perlen, ein Glaswirtel, Bruchstück eines Bronze-Ohrrings mit Perle,
Bruchstück eines Beschlägs aus Bronzeblech.
Grab 6: Im Keller im rückwärtigen Teil von Haus 1 früher eine Lanzenspitze.
Grab 7: Vor der Einfahrt zu Haus 1. Grab?
Funde: 1. Scherben eines doppelkonischen Gefäßes aus dunkelgrauem schiefrigem
Ton, auf der Schulter zwei Wellenlinien; H. 16 cm, Randdm. 16,8 cm, Bodendm. 8 cm
(Taf. 103,14). — 2. Scherben eines rohen, becherartigen Gefäßes, dessen Größe nicht zu
ermitteln ist. — 3. Einzelner Scherben eines Glasgefäßes.
Grab 8: In der Einfahrt zu Haus 5 Kindergrab ohne Beigaben.
Grab 9: In der Durchfahrt zwischen Haus 9 und Haus 13 Frauengrab.
Beigaben: 1 Perle, 1 Bronzeschnalle, deren Zugehörigkeit fraglich ist.
 
Annotationen