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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 22.1962

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https://doi.org/10.11588/diglit.43789#0298

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Fundschau 1957—1959: Mittelalter — Neuzeit

Die Verfärbung war von den Gräbern völlig unberührt. Am Nordrand des Hütten-
grundrisses soll ein Gefäß gestanden sein.
Funde: 1. Graubraunes, gedrungenes Gefäß mit kurzem, schrägem, waagrecht ab-
gestrichenem Rand, breitem Boden; H. 13 cm, Randdm. 12,8 cm, Bodendm. 11,6 cm
(Em 58/1) (Taf. 103, 13). — 2. Größeres Bruchstück eines graubraunen Gefäßes mit pro-
filiertem Rand und waagrecht verlaufendem Besenstrich (Em 58/2) (Taf. 103,12). —
3. Scherben weiterer Gefäße (Em 58/3). Es handelt sich hier offenbar nicht um Grab-
beigaben, sondern um Siedlungskeramik, die spätalamannisch bis frühmittelalterlich
zu datieren ist.
Mtbl. 96/7811 Sasbach. — Verbleib: MfU. Freiburg. (Schneider, Klimetzek)
Singen (Konstanz), Ortsetter, beim Bahnhof. Gräber
1958: Vgl. G. Fingerlin, Neue alamannische Grabfunde aus Singen a. H., Ldkrs. Kon-
stanz, S. 119 ff. und Taf. 36—43.
Mtbl. 147/8219 Radolfzell. — Verbleib: Hegaumuseum Singen.
(Manhardt, Unser, Fingerlin)
Steinsfurt (Sinsheim) „Lochberg“, 0,7 km S. Grab
1959: Bei Ausschachtungsarbeiten zum Neubau Ertz wurde ein geostetes Männergrab
aufgefunden. Bei Eintreffen des Bezirkspflegers waren die Beigaben bereits heraus-
genommen; nähere Untersuchung war wegen schlechten Wetters nicht möglich.
Skelett in gestreckter Rückenlage, Grabgrube nicht beobachtet, Tiefe 0,5 m.
Beigaben: 1. Spatha; L. 89,5 cm, davon 11 cm Griff; Klingenbreite 5 cm, damas-
zierte Mittelschiene (auf dem Körper von links oben nach rechts unten) (Taf. 103, 19). —
2. Bruchstück eines kleinen Saxes; L. noch 27 cm (links neben dem Schädel, Spitze nach
oben) (Taf. 103,18).
Im ganzen Neubaugebiet südlich des Ortes, zwischen der Bundesstraße 39 (alte Strecke)
und der Bahnlinie Heilbronn—Heidelberg, sollen weder weitere Gräber noch über-
haupt irgendwelche Funde beobachtet worden sein. Die Bedenken indes, die sich gegen
die Vorstellung eines völlig vereinzelten Waffengrabes der Merowingerzeit erheben,
werden verstärkt, wenn sich dazu ein typischer Flurnamen („Lochberg“) gesellt.
Die Fundstelle am „Lochberg“ ist die zweite Begräbnisfundstelle in Steinsfurt (vgl.
Bad. Fundber. 15, 1938, 32) (5903).
Mtbl. 42/6719 Sinsheim. — Verbleib: Archiv Karlsruhe. (Teichert, Dauber)
Mittelalter — Neuzeit
Donebach (Buchen) „Hinteres Höhfeld“, 1 km S. Siedlung
1959: Bei Verbreiterung der Landstraße Mudau—Donebach wurden auf dem Grund-
stück Lgb. Nr. 757 (Franz Brenneis) mittelalterliche Scherben gefunden, die von
Dr. Becker vorgelegt wurden. Der Grundstücksbesitzer kannte die Fundstelle schon seit
1925. Über eine Wüstung zwischen Mudau und Donebach ist nichts bekannt, auch
 
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