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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 22.1962

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https://doi.org/10.11588/diglit.43789#0299

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Fundschau 1957—1959: Befestigungsanlagen

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keine Andeutung in den Flurnamen zu finden. Möglicherweise handelt es sich also nur
um die Überreste eines einzelnen Gehöftes (6014).
Mtbl. 17/6421 Buchen. (Dauber)
Wollbach, Ortsteil Hammerstein (Lörrach), 2 km NW von Wollbach. Siedlung
1958: Vgl. E. Eble, Die Burg von Hammerstein, Ldkrs. Lörrach, in diesem Band S. 179 f.
und Abb. 3—5.
Mtbl. 152/8311 Lörrach. (Eugen Eble)
Befestigungsanlagen
Burg (Freiburg) „Brand“ Tarodunum, 1,2 km SW. Siedlung
1958: Auf dem Grundstück Lgb. Nr. 93/3 (vom Wiederlehof abgetrennt) wurde unmit-
telbar am Fuße des Südabhangs von Tarodunum ein Wohnhaus errichtet. Aus Sicher-
heitsgründen mußte der fast senkrechte Abhang abgeflacht werden, wobei die Reste des
Randwalles auf eine Länge von 8 m geopfert werden mußten.
In vier Querprofilen war damit ein Einblick in den Wallaufbau möglich. Der Wallmantel
bestand aus größerem, jeweils etwa 1 m breit aufgeschichtetem Geröll, im Wallinneren
lag kleineres Geröll. Zwischen dem Geröll befand sich lehmige, fast steinfreie Erde.
Die Innenseite des Walles wies eine Kieshinterfüllung auf, die an der Sohle etwa 1,20 m
breit war und nach oben ausdünnte. Spuren von Holzeinbauten waren nicht nachzu-
weisen. Der Wall hatte an der untersuchten Stelle eine Sohlenbreite von etwa 5 m und
noch eine Höhe von 0,60 m. Auffallend war, daß innerhalb des Walles keinerlei Hin-
weise auf Versturz beobachtet werden konnten. Vielleicht wurde das auf dem vorgefun-
denen Wallrest aufgeschichtete Material abgetragen.
Bei einem weiteren, benachbarten Neubau in der Höllbachniederung, der etwa 6—8 m
südlich vom Fuß des Abhangs errichtet wurde, waren keine Hinweise auf abgestürztes
Geröll vorhanden, so daß an dieser Stelle auch außerhalb des Walles kein Versturz
wahrzunehmen war. Funde wurden nicht entdeckt.
Vgl. F. Fischer, Beiträge zur Kenntnis von Tarodunum in diesem Band S. 37 ff. und
Taf. 14—15.
Mtbl. 117/8013 Freiburg. (Gerbig, A. Eckerle)
Munzingen (Freiburg) „Kapellenberg“, 2,5 km NW. Abschnittswall und Siedlungsreste
1958: Der Kapellenberg ist das Südende des Tuniberges, der hier nach Osten, Süden und
z. T. nach Westen steil abfällt. Nördlich der Kuppe, auf der die Ehrentrudiskapelle
steht, befand sich ein Plateau, das durch die Flurbereinigung eingeebnet wurde. Das
nordwestliche Ende dieser Hochfläche wurde gegen den Dünnenberg um 1 bis 1,50 m
abgehoben. Hier zeichneten sich im gewachsenen Löß zunächst von Südwest gegen
Nordost parallel laufende, am Nordostende zusammengehende, 3—5 m breite, dunkel-
braune Streifen ab, die sich als ein äußerer und ein innerer Graben von rund 120 m
Länge erwiesen. Ein Grabenstück von ungefähr 20 m Länge wurde innerhalb des in-

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