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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 22.1962

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https://doi.org/10.11588/diglit.43789#0303

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Fundsdiau 1957—1959: Skelette unbestimmbarer Zeitstellung

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Bronzehohlringes von spitzovalem Querschnitt; auf der mittleren und den beiden äuße-
ren Rippen klein getriebene Buckel, die dazwischenliegenden Rippen glatt, die inein-
andergesteckten Verschlußenden tragen zwei bzw. drei Querstege (um den Rest des
linken? Unterarmknochens) (Sn 59/69: 2) (Taf. 97, 13).
Grab 3 : Etwa 5 m südlich der Hügelmitte in 0,50 m Tiefe ziemlich gut erhaltenes
Skelett in gestreckter Rückenlage, Kopf im Osten, die Hände auf dem Unterleib. Keine
Beigaben.
Grab 4 : Ungefähr 7 m südöstlich der Hügelmitte in 0,50 m Tiefe Skelett in Rücken-
lage, Kopf im Norden, Oberschenkel von einer dreieckigen Steinplatte abgedeckt.
Beigaben: 1. Gut erhaltener, schmaler, massiver Bronzearmring mit leicht gewölb-
ter Außen- und flachen Innenseite; Dm. 6,4 cm, im Querschnitt 0,3 cm (am rechten
Unterarm) (Sn 59/70: 4) (Taf. 97, 10). — 2. Ähnlicher, aber stärkerer, roh gearbeiteter
Bronzearmring (am linken Unterarm) (Sn 59/71: 4) (Taf. 97, 9).
Grab 5 : Etwa 4,50 m westlich der Hügelmitte in 0,50 m Tiefe gut erhaltenes Skelett
in gestreckter Rückenlage, Kopf im Süden, rechter Arm am Körper ausgestreckt, linke
Hand auf dem Unterleib. Keine Beigaben.
Die frühlatenezeitlich zu datierenden Beigaben der Gräber 2 und 4 und die gleiche Tie-
fenlage der Gräber 1, 3 und 5 iassen den Schluß auf latenezeitliche Nachbestattungen zu.
Grabgruben waren in dem dunklen, kiesigen Waldboden nicht zu beobachten.
Die Profilschnitte durch den Hügel ließen erkennen, daß er in einem Zug er-
richtet und für die Nachbestattungen keine weitere Erde aufgeschüttet war. Die alte
Oberfläche ließ sich als dunkles, graues Band dicht über dem anstehenden Kies beob-
achten. Ob in der nördlichen Hälfte des Hügels ursprünglich ebenfalls Nachbestattungen
lagen, muß wegen der Zerstörung durch den Bagger offen bleiben.
Mtbl. 146/8218 Hilzingen/Gottmadingen. — Verbleib: Hegaumuseum Singen.
(Manhardt, Unser, Aufdermauer)
Söllingen (Karlsruhe) Wald „Stranzenberg“, 2,3 km SO. Grabhügel
1958: Im Gemeindewald nahe der Hohen Straße liegt im NO-Winkel des Wegkreuzes
bei Pkt. 268,1 ein einzelner, offenbar unberührter Grabhügel; Maße: 12 X 0,5 m.
Mtbl. 58/7017 Königsbach. (Dauber)
Skelette unbestimmbarer Zeitstellung
Auggen (Müllheim)
1. Ortsetter. Grab
1958: Bei Kanalisationsarbeiten im Bereich des Rathauses stießen Arbeiter auf ein
Skelett, das nicht mehr in der ursprünglichen Lage vorgefunden wurde. Die Ost-West-
Lage ist aber gesichert, Kopf im Westen. Das Rathaus, in dessen Bereich das Skelett
zutage kam, steht an der Stelle einer beim Dorfbrand 1727 vernichteten, später aber
wieder aufgebauten (Nikolaus?-) Kapelle. Ob ein Friedhof bei dieser Kapelle gelegen
war, ist nicht bekannt. Der alte Friedhof konnte bisher noch nicht lokalisiert werden.
 
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