Das Buch für alle: illustrierte Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für die Familie und Jedermann — 31.1896

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Das heilige Recht.

Roman von Frier drich Jarobſ.en.
(Fortſezung.)

Heft 25.





(Nachdruck verboten.)
ie wünſchen also nicht vertheidigt zu sein, Rott-

H mann ?" fragte Körner den Gefangenen. „Warum
denn eigentlich nicht?“ ;
nu„Und das können Sie noch fragen ?“ entgegnete

IUluſt







Rottmann immer heftiger. „Steht es nicht geſchrieben,
daß ein Mörder zum Tode verurtheilt werden soll, und
habe ich nicht einen Mord begangen mit Vorsatz und
Ueberlegung? Habe ich nicht die Sache klipp und klar
zugeſtanden, haarklein mit Allem, was drum und dran
hängt ? Was iſt denn da zu vertheidigen, wo das ge-
ſchriebene Wort nach seinem Rechte ſchreit? Ich will
nicht, daß die Advokaten mit ihren Tüfteleien kommen
und die Sache drehen und wenden, bis ich daſtehe,
wie ein Junge, der Aepfel gemaust hat. Ich will
daſtehen wie ein Mann, der auf sich nimmt, was er





ßethzn. hot, ich will mein Recht haben, mein heiliges
R hängen alſo am Recht,“ sagte Körner. „Sie
erklären das Recht für heilig, und dennoch haben Sie
es gröblich verletzt; wie reimt sich das zuſanimen?“
Rottmann legte die sehnige Fauſt auf das Knie
und starrte darauf nieder. Er schwieg lange und ent-
yt crit ſuſeti rſſhcrelt vas ih. n Arge
Schlaf Dann könnten die Leute wenigstens e
ſagen, daß ich es aus Angst gethan habe, wie ein ge-





























Feierabend.



Photographie-Verlag der Münchener Kunst- 1md Fäiaccanstnlt D E. Albert & G;

Nach einem Gemälde von H. Linden ſch mit. (S. 602)








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