Beck, Paul [Hrsg.]; Hofele, Engelbert [Hrsg.]; Diözese Rottenburg [Hrsg.]
Diözesan-Archiv von Schwaben: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Kunst und Kultur der Diözese Rottenburg und der angrenzenden Gebiete — 9.1892

Seite: 13
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>i. Württemberg M. tl. 15., in,
Bestellbczirk Stuttgart M. :
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voil Schwaben
zugleich Organ für deutsche tiircheugeschichte

mit

periodischer kirchengeschichtlicher IVeltschau.

Durch a > IeBuchhaII d-
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lich. das Pa floral blait
allein zum Preise bon M.
I.ütl. halbjährlich bezogen
werden.

Regelmäßige Beilage zum Pastoralblatt für die Diözese Nottenburg.
eine,» Vereine von Geistlichen und in Verbindung mit Geschichtsgelehrten heransgegeben
von Du. Engelbert Hvfele, Pfarrer in Ummendorf.
Korrespvndcuzeli wollen gesl. direkt an Or. Engelbert Hosele. Psarrer in llimnendorf b. Biberach, gerichtet werden.

Mit

Stuttgart, den 15. Februar 1892.

9. Jahrgang.

Nr. 4.
nhalt: Archivalien des ehemaligen Cistercienser-Nvnnenklvsters Baindt bei Weingarten. Geordnet
(Fvrtsehnng.) — Beilage: Ein urwüchsiges nnd seltenes altes Bnch über das hl. Blnt zu Wc

Geordnet nnd bearbeitet vvn Renz in RegenSbnrg.

ingarten. (Fortsetzung.)

ni! Nrchivalien des ehenr. Cistererenser-Noirnrn-
klosters Daindl bei Weingarten.
Geordnet nnd bearbeitet vvn Renz in Regensbnrg.
(Fortsetzung.)
1453. April 17. — Quittung der Ursula Snnncn-
n, Hans Stockrümels hiuterlassenen Witwe, Bürgerin zll
okKonstanz über eine von Jörg von Wengen, Bnrkarts von Wengen
iässelig Sohn und Bürger zu Konstanz, erhabene Summe von
>st70 Pfund Pfennig, als halber Teil eines Kapitals von 140
riiPfnnd Pfe„>iig, welche genannte Ursula Snnnentägin dem
." Bnrka.r: von Wengen aus seine zwei Güter, das eine zn Lon,
er-das andere zn Hinter-Aichorn gelegen, gegen einen jährlichen
PZius von 7 Pfnnd Pfennig geliehen hatte. Damit ist das
ichGnt zu Hinter-Aichorn abgelöst nnd bleibt nur noch das andere
Imit 70 Pfnnd Pfennig Kapital und 7 Pfund Heller ZinS
Hvevtzfändet.H — G. a. n. Zinstag v. St. Jörgen tag 1453.
4"-- S. Ritter Marqnard Brisacher. — Perg. Orig. m. Siegel.
^ 355.
1453. A u g. 25. Zwiefalten. Stephan Keller, ge-

'^'Ichworcner kaiserlicher Schreiber und Stadtschreiber zn Ried-
i» i>ugcn fertigt auf Bitten des Junkers Wolf vom Stein zu
e>Hieichenstein, in Verbindung mit Abt Johannes von Zwie-
lichte» und Johannes Knab, Baccalaurens und Pfarrer zu
el'ch'meringen, von vier lateinischen Urkunden eine Uebertragung
telistg Deutsche an und zwar: u) Die seitens der Grafen Bert-
.hvld und Konrad vvn Heiligeuberg erfolgte Uebergabe von
oaDorf, Kirche und Patronatsrecht in Baindt an die Schwestern
tstil, BooS betreffend, 6e Uuto 1240, Aug. 21. (s. unter Nr. 9
ll^er Baindtcr Archivalicn); b) Schutzbrief Kaiser Friedrichs II.,
)»Äe clato 1241, Akärz (s. Kaiscrurkundcn 9kr. I.); o) einen
kchvlchen König KonradS IV., cle Uako 1241, Oktober (siehe
i'Zr. II. der Kaiserurkunde») »iid schließlich cl) die Schutzbnlle
-Miocenz IV., Ue Uuko 1249, Oktober 12. (s. Nr. XXXII
P^r Papsturkunden). — G. zu Zwyfalteu dem elostcr am 25.
l^ag deS Monats Äugst umb die uünden stilnd vor mittemtag
^453. — Papier ohne Siegel nnd Zeichen. 356.
1454. Juni 3. — Peter Lcmblin von Hittelkofen, ge-
ilsten zu Eindürnen bekennt, daß er von der Aebtissin Wandel-
z. 0 A»l ^chlusw Urkunde, beim Einbug derselben nnd vvn
Nsem beinahe verreck, sieht von späterer Hand die Bemerkung: „Item
stz gelt ifJ. F'ins Herrn von Salmenschwiller gelt, daz er
">>> den H). stgab und staut och uff dem hobtbriesf, den
Ni sroiv d:e stvckinmli „i ha,».--

bürg von Baindt daS Gut Eindürnen gegen einen jährlichen
ZinS von 12 Scheffel Haber, 2 Pfnnd Heller, zwei Hühner
und eine Fastnachthenne, ans Lebenszeit zu Lehen erhalte»
habe und verspricht Haus, Stadel und Speicher auf dem Hof,
wenn nötig, neu aufzubauen und ihre Wälder daselbst unent-
geltlich zn beaufsichtigen. — G. uff Dinstag v. d. hlg. Pfins-
tag 1454. — S. Hans Faber, Bürger und Ratsherr zn
Waldsec. — Perg. Orig. m. Siegel. 357.
1454. Oktober 12. — Agatha Shmeny von Grabe»
thut kund, daß sie sich mit dem Kloster Baindtschen Leibeige-
nen Hans Behem von Haidgan ehelich verbunden und ihrem
Manne zu liebe, obschon sie selbst frei gewesen und seiner
Zeit sich von den Fabern von Waldsee erkauft hatte, in Kraft
des Briefes auch sich und alle ihre Kinder in die Leibeigen-
schaft des Gotteshauses Baindt freiwillig übergeben habe. —
G. a Sambstag v. st. galten tag l 454. — S. Franz Faber,
Bürger und Ratsherr zu Waldsee und HauS Krempach von
da. — Perg. Orig. m. 2 Siegel. 358.
1455. Juli 17. — Eberhard, Truchseß vvn Wald-
burg verleiht den Brüdern Simon, Hans nnd Peter Wild
auf deren inständiges Bitten das von ihrem Vater ererbte Gut,
das sogenannte Wildengut, zu Dietrichsholz gelegen in der
Weise zn Lehen, daß Simon und HanS Wild den halben
Teil und Peter Wild die andere Hälfte innc haben solle. —
G. a. dornstag v. st. Marien Magdalenen tag 1455. — S.
Truchseß Eberhard zu Waldburg. — Perg. Orig. m. Siegel.
(Erwähnt: Vochezer, loc. cit. I., 612.) 359.
1455. Semptember 30. — HanS Obersdorf der
Aeüere, Guta seine Hausfrau, Haus, Konrad nnd Ulrich seine
Söhne und Ursula seine Tochter bezeugen, daß sic von der
Aebtissin Wandelburg und dem Gotteshaus zu Baindt das
sogenannte Frankengnt, „ze mntmanöhovcn uff dem Büchel
dasselbs ncchst by der Kirchen gclegn", gegen einen jährlichen
Zins von 1 Malter Haber und 1 Pfnnd Heller Lenlkirchcr
Meß und Währung und nach Leutkirch abzuliefern, auf Lebens-
zeit zu Lehen erhallen haben. — G. uff Dinötag n. st. michels
d. hlg. ertzengels tag 1455. — S. Hans Maurer, Bürger
zu Waldsee. — Perg. Orig. m. Siegel. 360.
1455. Dezember 12. — Claus Brendlin, Stadt-
ammann z>r Markdorf verordnet im Auftrag deS Bischofs
Heinrich von Konstanz, des Stifts zu Chur Verweser, iu
össcmlicher Gerichtssitzung zu Markdorf, in einer Streitsache
zwischen Propst Heinrich Fuchs von Waldsee, vertreten durch
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