Deutsche Kunst und Dekoration: illustr. Monatshefte für moderne Malerei, Plastik, Architektur, Wohnungskunst u. künstlerisches Frauen-Arbeiten — 3.1898-1899

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HEl.I.MUT EICHRODT—KARLSRUHE. Plakat.

Erfolg an den Wettbewerben für die Rhein-
brücke zu Worms, die Brücke zu Freiburg
und für die Rathhäuscr zu Stuttgart und
Leipzig. — Um seine ausserordentliche Be-
gabung auch für den Innen-Ausbau darzu-
thun, bringen wir hier einige Aufnahmen
aus dem von Billing errichteten Hause des
Malers Lieber zu Karlsruhe.

FRANZ HEIN ist einer von den jüngeren
Karlsruhern, welche eine entschiedene
Begabung für das Dekorative erkennen
lassen; sowohl seine Lithographien wie seine
Gemälde gehen deutlich über den Rahmen
des Mappen-Blattes und Wand-Bildes hinaus.
Er scheint uns berufen in dekorativen Ge-
mälden , Gobelins, vielleicht auch Fresken
und Plafond- Malereien eine hervorragende
Thätigkeit zu entfalten. Möge es ihm nicht
an Auftraggebern fehlen! Er ist am 30. No-
vember 1863 in Altona geboren, hat seine
Ausbildung in Paris und Karlsruhe unter
F. Keller genommen und ist seit 1892 selb-
ständig. Er ist Schriftführer des Bundes.

HEl.I.MUT EICHRODT — KARLSRUHE. Plakat.

CARL J. L. LANGHEIN, geboren am
29. Februar 1872 zu Hamburg, erlernte
in der Kunstanstalt von G. W. Seitz in Ham-
burg die Lithographie, ging dann nach fünf-
jähriger Praxis nach Berlin und besuchte
dort die Königl. Kunstschule. Auf Anrathen
des jetzt verstorbenen Prof. Warthmüller,
dessen Schüler er war, ging er 1892 nach
Karlsruhe und wurde dort Schüler von
Poetzelberger und Grethe. Vorübergehend
auch in Dachau unter Holzel arbeitend. Jetzt
ist er Assistent des Prof. Graf von Kalck-
reuth an der Akademie d. b. K. zu Karls-
ruhe und Leiter der »Kunstdmckerei Künst-
lerbund Karlsruhe«.

/^TTO FIKENTSCHER, geboren 1862
zu Zwickau, war zuerst Bildhauer, ab-
solvirte sodann die Kunstgewerbeschule zu
Dresden, die Akademie zu München unter
Raupp und Raab und beendete seine Studien
unter Baisch in Karlsruhe. 1891 siedelte er
nach Grötzingen, wo er seine Aufmerksam-
keit hauptsächlich auf das Leben des Wildes
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