Das Kunstgewerbe in Elsaß-Lothringen — 2.1901-1902

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Von A. STOLBERG.

Abb. r. Basel: Museum.

«Parisurteil», unvollendeter Riss.

Zu dem beliebten Motiv ist ohne jede
architektonische Überleitung — gleichsam
in der Luft schwebend — ein Fracht-
wagen gezeichnet.

Die Visierung trägt Stimmers Zeichen
und die Jahreszahl 1579.

Abb. 2. Basel: Museum.

« Ein in zärtlicher Haltung schreitendes
vornehmes Paar», Halbteil eines Wappen-
risses.

Die rechte Blatthälfte nimmt ein Voll-
wappen mit offenem Helm ohne Bild und
Kleinod ein.

Abb. 3. Basel: Museum.

« Wappenriss ».

Eine vornehme Dame stützt ein nur
im Bleiriss angegebenes bilderloses Voll-
wappen.

Abb. 4. Basel: Kunsthalle.

« Entwurf zur Bemalung einer Fassade ».

Da von Stimmers Architekturmalereien
nur noch der «Ritter» in Schaff hausen
existiert und von den zweifellos zahlreich
vorhanden gewesenen Entwürfen keiner
weiter auf uns gekommen ist, so ist
dieses Blatt für Stimmers Bedeutung als
Freskomaler und für seine Stellung zur
Architektur sehr wichtig. In Stolberg's
Abhandlung über des Meisters Verhältnis
zur Architektur (vergl. die Monographie)
ist daher auf diese Tuschzeichnung aus-
führlich eingegangen.

Abb. 5. Bern : Historisches Museum.

Riss zum Wappen des Abtes von
St. Gallen, Diethelm Blarer von Wartensee.

Innerhalb eines frei aufgelösten
Triumphbogens steht das geistliche Wap-
pen. Auf einem Blatt der Karlsruher

Sammlung kehren zusammenhanglos ver-
schiedene Motive dieses Risses wieder.

Zwischen den Pfeilerpostamenten
Stimmers Signatur und die Jahreszahl 1578.
— T. W. ist das Zeichen des Baseler
Glasmalers und Sammlers T. H. Wanne-
wetsch.

Abb. 6. Bern: Historisches Museum.

Riss für die Standesscheibe von Uri.

Vermutlich hatte Stimmer sämtliche
Standeswappen der Eidgenossenschaft für
die Schmückung eines Rathauses ge-
zeichnet. Wir haben im Ganzen noch
sechs derartige Risse von ihm. Auf allen
diesen Blättern — mit einziger Ausnahme
bei Basel — umschliesst die überaus reich
ausgebildete Architektur eine leere Tiefe.
Man vergleiche die Nummern 14 und 15
hierzu.

An der Front des Sockels die Signatur
des Meisters.

Wir haben hier wohl eine durch
D. Lindtmaier nach einem Stimmerschen
Entwurf ausgeführte Kopie vor uns.

Abb. 7. Bern: Historisches Museum.

Riss für das Wappen des Stifts Bero-
münster.

Innerhalb einer architektonischen Um-
rahmung steht der Erzengel Michael mit
dem geschwungenen Schwert in der
Rechten und der Wage des Gerichts in
der Linken bei dem Stiftswappen.

Stimmers Signatur steht links auf
dem Sockel. Die übrigen Zeichen sind
Sammlervermerke.

Abb. 8. Bern : Historisches Museum.

Riss für das Wappen Johanns des
Vierten, Grafen von Manderscheid-Blanken-
heim, Bischofs von Strassburg 1569 bis 92.

Das Wappen in der Mitte der Pfeiler-
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