Kissling, Hermann
Das Münster in Schwäbisch Gmünd: Studien zur Baugeschichte, Plastik u. Ausstattung — Schwäbisch Gmünd, 1975

Page: 145
DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kissling1975/0156
License: Creative Commons - Attribution - ShareAlike Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
Bereich des Chor-Nordportales711. Im Bogenfeld Epitaph für den Städtmeister Jo-
hann Meßnang und seine Frau Maria712. Im Mittelfeld eine Himmelfahrt Mariens,
die auf dem in manieristischer Weise überzogen fluchtenden Sarkophag 1606
bez. ist. Die um ihn versammelten Jünger reliefiert, die himmlischen Figuren je-
doch gemalt. Auf den mit Henkelpilastern (nach Jacques Ducerceau) abgetrennten
Seitenzwickeln eine gemalte Verkündigung. Im zweitletzten Joch Bild des hl.
Aloysius (öl auf Leinwand, 88 x 68 cm) von Johannes Hölzl 1764. Unter der Stein-
empore Christusfigur um 1900. An der Westwand Ölbild Maria unter dem Kreuz
von Alois Schenk.

Glasmalerei (in den Jochen 1—7 von Ost nach West): Fünf Südfenster von
dem holländischen Glasmaler F. Nicolas in Roermond: 2. Joch: Auferstehung,
Himmelfahrt Christi, Pfingsten, Himmelfahrt Mariä und Krönung Maria (1885).
3. Joch: Die Passionsszenen Gethsemane, Christus an der Martersäule, Dornen-
krönung, Kreuztragung, Kreuzigung (1885). 4. Joch (Fenster über dem Südwest-
portal): Kreuzigung 1885. 5. Joch: Neun Heilige und Kreuzigung (1883). 6. Joch: Die
Kindheit Jesu mit Verkündigung, Heimsuchung, Geburt, Darbringung im Tempel
und der Jesusknabe im Tempel (1886). Von der Glasmalerei D. Wörner in Mün-
chen eine Kreuzigung in dem Fenster über dem Südwestportal (4. Südjoch).

Zwei Fenster der Nordwand von der Glasmalerei G. Waldhausen und R. Ellen-
beck in Stuttgart. 1. Joch (über der Taufkapelle): Antonius von Padua, gestiftet
von Stadtpfarrer Anton Pfitzer 1892. 2. Joch: Die Wappen der zehn Kanoniker der
Stiftskirchenzeit mit dem Sinnbild der zehnfach aufblühenden Wundertulpe. Fer-
ner die Wappen der Staufer und des deutschen Reiches, der Stadt Gmünd und des
Augsburger Bischofs und schließlich die Inschrift „In Memoriam Errectionis Ec-
clesiae Collegiatae Gamundianae MDCCLXI - 1891". Weitere zwei Fenster der
Nordwand von der K. B. Hofglasmalerei F. X. Zettler in München. Im 4. Joch die
Beweinung Christi und das Bildnis des Papstes Leo XIII. und im 5. Joch fünfzehn
Heilige (1887/88). Von dem Frankfurter Maler Linnemann zwei Fenster der Nord-
wand. Im 3. und 6. Joch je eine Gruppe von Heiligen, dort Albertus Magnus, Boni-
fatius und Karl Borromäus, hier Elisabeth, Cäciliaund Ottilie (1906).

145
loading ...