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199. Langlingen, Kreis Celle
Fernhavekost
TK 25 Nr. 3427 Bröckel R 3585 900 H 5823 800
Die Fundstelle liegt auf einer Düne, die ostsüdöst-
lich — westnordwestlich streicht, unweit der Straße
von Wiedenrode nach Langlingen. Einige Schaber,
drei Klingen-, zwei Halbrundschaber, eine konkav
endretuschierte Klinge sowie eine schrägendretu-
schierte mit Retusche am basalen Ende, ein paar
Kernsteine, etwa 65 Klingen (alle unter 4 cm lang)
und rund 100 zeigen deutlich Abschläge, daß eine
Gruppe an dieser Stelle vermutlich kurzfristig lager-
te. Nach den Formen und der Klingengröße ist eine
mesolithische Datierung wahrscheinlich (Taf. 45,
11 — 13).
Fundnachweis: Sammlung Köstermann im Muse-
ums-Magazin der Stadt und des Landkreises Peine
200. Langlingen, Kreis Celle
Fernhavekost — Kraatzkamp
In der Sammlung Lüddecke liegt unter dieser Fund-
ortbezeichnung eine schrägretuschierte kleine Klinge
vor. Auch ein Segment ohne genaue Fundangaben
ist bemerkenswert.
Fundnachweis: Sammlung Lüddecke im Bomann
Museum Celle Inv.Nr. 6004—6425 ; 3400
E. Mencke erwähnt aus der Umgebung von Hohne-
bostel—Fernhavekost eine Klinge mit Schrägretu-
sche, einen Stichel sowie einen Doppelstichel und
zwei Gravettespitzen. Über den Fundort liegen
keine Angaben vor. Es scheint fraglich, ob diese
im Museum Celle aufgenommenen Bestände aus
der Sammlung Lüddecke oder einer anderen Privat-
sammlung stammen.
Lit.: Mencke 1955, S. 53
Aus der Umgebung von Eicklingen, Kreis Celle
stammen einige datierbare Formen neben viel Ab-
fall, aus der Sammlung Lüddecke. Die Fundplätze
sind nicht genau bezeichnet.
201. Von Groß-Eicklingen sind zwei Querschneider
und ein gleichschenkliges Trapez vorhanden.
202. Vom Speezerfeld bei Eicklingen sind mehrere
Kerbreste unter dem Abfall vorhanden.
Fundnachweis: Sammlung Lüddecke im Bomann
Museum Celle Inv.Nr. 3401—3434; 3435—3460
Unter der nicht näher ausgeführten Fundortbe-
zeichnung
203. Langlingen, Kreis Celle
liegt eine Chwalibogowice-Spitze als Einzelfund
vor (Taf. 45, 26).
Fundnachweis: Sammlung Köstermann im Magazin
des Kreishauses Peine

B. Undatierte Fundplätze
Neben den Fundkomplexen, die durch eine oder
mehrere Formen zeitlich eingeordnet werden kön-
nen, liegen aus Privatsammlungen viele Funde vor,
die sich nicht genauer datieren lassen. Sie werden
im folgenden kurz skizziert. Dabei wird jeder Sam-
melkomplex der verschiedenen Sammler geschlossen
behandelt, in der Annahme, daß auf diese Weise
am ehesten die Besonderheiten jeder Privatsamm-
lung zum Ausdruck kommen. Auf Sammelfunde,
die bereits in der Literatur erfaßt worden sind, wird
lediglich verwiesen.
1. Bestandteile der Sammlung Lampe, die er im
Raum zwischen Bad Gandersheim und Seesen zu-
sammentrug, sind sowohl in das Landesmuseum
Hannover als auch in das Landesmuseum Braun-
schweig gelangt.
a. Seboldshausen (seit 1974: Bad Gandersheim)
Auf der Feldmark südöstlich des Ortes bis zur
Bahn fanden sich einzelne Abschläge, ein Kernstein
und eine neolithische Spitze.
LM Braunschweig HK 56 : 20 h 10/11
b. Domäne Schachtenbeck (seit 1974: Bad Gan-
dersheim)
Eine partiell kantenretuschierte Klinge mutet neo-
lithisch an.
LM Braunschweig HK 56 : 20 b 2
c. Von Dannhausen (seit 1974: Bad Gandersheim)
liegen von den Stellen „Vor der Mete“ und von der
Westseite einzelne Flintabschläge, Klingen, Kern-
steine vor.
LM Braunschweig HK 56 : 20 b 2
d. Von Hachenhausen (seit 1974: Bad Ganders-
heim) liegen bearbeitete und unbearbeitete Klingen
und Abschläge aus Flint und Kieselschiefer vor, von
den Plätzen
„Bodenstein, 100 m oberhalb des großen Teiches“,
Butterberg, Grasweg, Höhe, Hachenhausen-Süd,
bei der Wüstung Schwadenrode.
LM Braunschweig HK 56 : 20 h 1—5, HK 56 : 20g
e. Aus der Umgebung von Harriehausen (seit 1974:
Bad Gandersheim) liegen in der Mehrzahl neoli-
thisch anmutende Klingen und Klingenschaber, ge-
muschelte Pfeilspitzen und Abschläge vor, von den
Fundstellen
Mittelberg, Pfingstanger, Brink/Hüttebrink, Wan-
ne, Auf der Rode, Uitzenkamp, Langenrode,
Gatze, Hohlig, Leichweg, Hetzig. Einzig ein Tra-
pez, dessen einer spitzer Winkel durch Hohlretu-
sche an der Basis zu einem Bohrer umgearbeitet
wurde, von der Gatze ist erwähnenswert.

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