Institut Français d'Archéologie Orientale <al-Qāhira> [Editor]; Mission Archéologique Française <al-Qāhira> [Editor]
Recueil de travaux relatifs à la philologie et à l'archéologie égyptiennes et assyriennes: pour servir de bullletin à la Mission Française du Caire — 24.1902

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STUDIEN ZUR KOPTISCHEN LITTERATUR

hâufio'en Titel -__~b 1 vor, den wie Brugsch richtiggesehen hat, Hermapion clurch sein

ô'ç ècpjXaçev Aiyu-Tov ùbertrageii hat2. Ich glaube daher, dass durch - n mz'/ç/ zu tran-
scribieren ist, eine Lesung, welche Piehl fur unsere Hiéroglyphe aus ptolem. Texten
(P. S. B. A, XIII, S. 245) erschlossen hat. Mit dieser Lesung gewinnen wir nun auch
fur ein anderes "^jj eine gute Lôsung, welches ich an drei Stellen angetroffen habe,
wo es von den Interpreten der betreffenden Inschriften verkannt worden ist:
Louvre, A. 933 : @ |7i î¥ J ^®J!L P

und Serapeumstele no. 359'',

In beiden Beispiclen ist mik(j) eine spàte (saïtische) Schreibung fur die klas-
sische Form v\_ « siehe ». Es ist also einfach zu ùbersetzen :

a) ■« Siehe ich wachte, indem ich die Schônheit von Abydos damit(?) erstrebte
(0. à.). »

b) « Siehe ich wachte tâglich, ohne zu schlafen, indem ich allen Ruhm fur dich
erstrebte. »

STUDIEN ZUR KOPTISCHEN LITTERATUR

von

Adolf Jacoby

Unter dem Titel « Studien zur koptischen Litteratur » habe ich die Absicht, in
dieser Zeitschrift in zwangloser Folge kleinere Aufsâtze, auch Verôfïentlichungen von
Texten, zu geben. Die erste der heute verôffentlichten Studien beschâftigt sich mit
dem sehr interessanten Traktat, den Hebbelynck im Muséon publicirt und giebt fur
Stûcke desselben den Nachweis griechischer Recension. Die zweite Studie giebt den
Text eines Papyrusblâttchens der Strassburger Sammlung, ein Fragment der Petrus-
Paulusakten, das die oft gemachte Beobachtûng, dass die koptischen Textrecensionen
den griechischen gegenùber sich sehr frei verhalten, neu bestâtigt.

I

Zu dem von Hebbelynck verôffentlichten mystischen Traktat ùber die Bedeutung

des Alphabets.

Im Muséon, nouvelle série, I (1900), 1 hat Hebbelynck begonnen, einen
mystischen Traktat ùber die Bedeutung des Alphabets zu publiciren. Es ist schon
mehrfach auf die mannigfaltio-en Beruhrungen mit altérer griechischer Litteratur, so
namentlich mit den Pachomiusbiïefen, hingewiesen worden und die Wahrschein-

1. Wb., II, S. 618.

2. Wie ich jetzt sehe, hat auch Ermau in seiner neuerlich verôffentlichten Ùbersetzung (À. Z., 1900,
S. 128), die obige Lesung vorgeschlageu.

3. S. Piehl, À. Z., 1894, 118 ff.

4. Ed. Ciiassinat, Recueil, XXIII, 78; Piehl, A. Z., 90, 107.
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