Zeitschrift des Badischen Kunstgewerbevereins zu Karlsruhe — 1.1885

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Wäkve IPerfe 6es Cfyriftopf? 3amn%>r,

Polt 2lrtffur pabft.
OTit 2XfabiI6ung.

' "' bt ©eftatt eines 35!of)vcufo))fcä
-lu,cit bes (£f,vift0^ gamtti^r.

©djneHeratenian
erroarten burfte, Imt
fid) bte am <3d)tuß
beg Shtffafceg in 9?r.
2 biefer ,3eitfd)rift

auggefprod)ene

Hoffnung erfüllt,

bafj fid) nod) roeitere

SBerfe beSQ^riftotoB.

dtonraifeet finben

mürben, ßeutefdjon

i fann id) fyier einige

üftadjtra'ge geben;

ben 9?ad)meig ber

Ijier neu berjeidjnes

ten SBerle berbanfe

id) meinem grainbe

SJfarc 9?ofenßerg.

3unäd)ft l)at

meine auf fKItfHfdje

33cobad)tungen ge-

grünbete 33ermu-

tung (@. 23), bte

Sänne beg grünen

©eroütbeg (IV, 9Jr.

- 293 beg neuen Sa-

. tatogS beg .jperrn

ErBfleht) fei ein

f. eine ltrfunbtidje 33e*

®«l beg (5[;r. 3amni^

^att9ung erwarten: bte Sänne f;at nad) StngaBe

e§ neuen Satatogg bie «Karle beg 3Jceifterg.
b ©n 6eäeid)neteg SBerf beg ättetfier« Bewahrt
tu6 h@t ^annegftrdje 3" Singbad). <$S ift eine

''. c ■5ofttenbüd)fe auf biet aug gngelföfcfen
8 Ottbeten güjjen ruBenb. 2(m Körper ein Dr*
^ 1"ent in Padjem, rooBjt gegoffenem Relief,
itcd)cg bem Banbarttgen g-(ed)tmerf an ber
gleite beg @ebäf!g beg borifd)en Stempels,
a r bon Söttidjer fog. torenfascia gleicht. ®ar-
^* Shjei SBafstoen in Siaiauj: bag mämtltdje

Q*%n mit bem WnbreaSfreuj gehört ber fäd)-

ffiuitrtoctuev&ct)tntt. I.

fifd)=t[;üringtfd)eu gfamifte bon ©rä'fen an >),
bag roeibttdje Ijaflnrt jeigt im oberen getbc
ein madjfenbcS Samm, im unteren brei SU;ren (?).
Stuf beut Siedet ein Srujiftr. ©cfamtböfye:
13 (Zentimeter.

®ag an fid) menig intereffante @tüa* ift
immerhin BeadjtenSwert, infofern eg 3eigt, bafj
in ben Sertftä'tten ber großen ÜÖJetfier uid)t nur
SBrunrgerä'te angefertigt mürben, ©enau mie Ijettte
ift bort aud) gcmüljutid)ere, nur würben fageit,
^anbefgmare, entftanben, bie im ©eBraudj meift
ju ©runbe gegangen ift; bie auf Sefteliintg ge-
fertigten Sßradjtgefäfje IjaBen bagegen ber 3c>ten
©türm üBerbauert: in tljncu muffen mir bie
I;öd)ften Seiflungen ber SWeifier crbliden, bürfen
fie aber nid)t atS bie ®urd)fdmittgarbeitcn ber
SBcrfftättcn anfeljen.

Ungteid) roidjtiger a(g bag Befbrodjene ift

ein anbereg mit bem Sftetfter», 2Barbem= unb

2Büd)feu3eid)en berfebeneg SBer! beg SD?ctfterö,

metdjeg mir in SIBBilbung nad) einer ©fijje mit-

teilen. @g ift ein fttberuer fyoM in gform eines

äRo^renfobfeS, beffen oberer Seit ben ®cdct

bitbet. ®er Sobf ift mit einer breiten SBiiibc

gefdjmüd't, auf toetdjer fid) mieberI;ott ein einem T

äfjntidjeg Ornament beftnbet. 2Iuf bem <3d)eitef

ift ein runbeg@(icb mit einem ©traud) aug ©fag-

Blumen unb ©fagberfen atg ©riff angebracht.

2)er Scbf rul;t auf einem runben mit gerne«

Benen SBudetn unb gegoffenen 33ügeln gefdjmüdten

lJujj. Stuf bem fd)rä'gcn £atöaBfd)mtt finbet fid)

ein getriebenes äBapben: einfom'tgcr SIbtern. r.;

über feinen Sörber unb ^tüc\d tauft ein ^ori^ons

tateg SBanb mit brei june^menben Sftonbftdjeln.

(£g ift bag SBabben einer Dtebentiiüc ber gfo»

rentiner ftamitie ©trojji. ®er Sopf ift mit

fdjwär^er SadEfarBe naturatiftifd) bemalt, ein Sßer«

1) Sie SBeftimnumg btefeS tute beä lueiter unten
Befdjrteßcuen SCBoppenä uerbanle tu) bem §erot ®t--
Reimen SdegierungSrot Stetig.

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