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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 22.1962

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https://doi.org/10.11588/diglit.43789#0117

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Das alamannische Gräberfeld von Binningen im Hegau, Ldkrs. Konstanz

109

Nebeneinander auf dem Klingenende der Spatha, mit den Spitzen gegen das NO-Eck des Grabes
gerichtet:
2. Eiserne Pfeilspitze (Sn 59/33:9) mit schwachem Mittelgrat, annähernd rhombischem Blatt
und geschlitzter Tülle; L. 9,6 cm, Br. 1,6 cm (Taf. 33, 3).
3. Entsprechende Pfeilspitze (Sn 59/34: 9), in der Tülle Holzreste vom Schaft; L. 8,6 cm, Br.
1,5 cm (Taf. 33, 2).
Vom Schild, der am Fußende des Grabes gegen die Nordwand gelehnt war, fanden sich noch
der eiserne Buckel und darin Teile der Schildfessel.
4. Eiserner Schildbuckel (Sn 59/37: 9) mit breiter, niedriger Kappe, die in eine schwach aus-
gezogene Spitze endet, steilem Kragen und schmalem, mit zehn Nieten besetztem Rand.
Von den acht erhaltenen Eisennieten besitzen noch drei die ursprüngliche Auflage aus dün-
nem Bronzeblech; Schildstärke 1,0 cm (Mitte), Dm. Schildbuckel 18,5 cm, H. 7,0 cm, Rand-
br. 2,5 cm (Taf. 33, 7).
5. Eiserne Schildfessel (Sn 59/34:9), erhalten das Mittelstück mit zwei Eisennieten und eines
der abgebrochenen Endstücke; L. 22,7 cm bzw. 12,4 cm (Taf. 33, 4).
Etwa in Gegend des linken Ellbogens, Spitze körperwärts:
6. Eisenmesser (Sn 59/35: 9), Spitze und Endstück der Griffangel abgebrochen; erh. L. 10,6 cm,
Br. 1,8 cm (Taf. 33, 6).
Links neben Messer Nr. 6:
7. Vierkantiger Eisenstab (Sn 59/36: 9), an einem Ende spitz zulaufend (Pfriem?); L. 10,0 cm
(Taf. 33,1).
Beim Auspacken fanden sich zwischen den Skelettresten:
8. Unbestimmbare Eisenfragmente (Sn 59/38: 9), darunter vielleicht Teil einer Messerklinge.
Grab 10: Mann, schlecht erhalten, wahrscheinlich gestört.
Umriß nicht erkennbar; T. 0,75 m.
Im Westteil des Grabes (Kopfende), in 0,60 m Tiefe, Spuren eines Holzsarges mit Boden- und
Deckbrettern.
Von der Bestattung fanden sich nur Schädelfragmente, Teile der Unterarme und Bruchstücke
der Schenkelknochen; demnach gestreckte Rückenlage.
Beigaben :
Außen am linken Knie (ungefähre Lage), nebeneinander, Spitzen gegen das Fußende gerichtet:
1. Eiserne Pfeilspitze (Sn 59/42: 10) mit lanzettlichem Blatt und geschlitzter Tülle, darin Holz-
reste vom Schaft; L. 12,3 cm, Br. 2,2 cm (Taf. 29, 2).
2. Entsprechende Pfeilspitze (Sn 59/43: 10), Tülle abgebrochen; erh. L. 10,6 cm, Br. 2,4 cm
(Taf. 29, 3).
3. Entsprechende Pfeilspitze (Sn 59/44: 10), Tülle abgebrochen; erh. L. 7,4 cm, Br. 2,2 cm
(Taf. 29, 4).
Rechte Körperseite, etwa in Beckengegend:
4. Ovale Eisenschnalle (Sn 59/39: 10) mit gittertauschiertem Rahmen (Silberfäden), am Dorn-
ende Reste von Streifentauschierung; L. 2,8 cm, Br. 3,8 cm (Taf. 29, 5).
Linke Körperseite, etwa in Beckengegend, quer zur Grabrichtung:
5. Eisenmesser (Sn 59/40: 10); L. 15,9 cm, Br. 1,9 cm.
Neben dem Messer (Nr. 5):
6. Vierkantiges Eisengerät (Sn 59/41: 10), ein Ende spitz zulaufend, das andere flach ausgehäm-
mert und zu einer Öse gebogen. Zwei Bruchstücke; erh. L. 14,6 cm (Taf. 29, 1).
Vielleicht zugehörig:
7. Vierkantiges Eisenstäbchen (Sn 59/41: 10); L. 3,5 cm.
 
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