Berger, Albrecht
Untersuchungen zu den Patria Konstantinupoleos — Bonn, 1988

Page: 203
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1/a'

Die Gründungsgeschichte von Konstantinopel

1/a' = P I 51, 52.

Man muß wissen, daß der Palast des Byzas auf der Akropolis lag.
Die Menaskirche war früher ein Zeustempel; deshalb stehen auch auf
den Marmorbögen über den beiden großen Säulen die Standbilder des
großen Zeus und des Kronos. Es war nämlich bei den Alten Sitte, ihre
Häuser, also ihre Paläste, auf den Akropolen zu bauen.

Die Mauer begann bei der Akropolismauer, lief bis zum Eugenios-
turm, stieg zum Strategion an und verlief zum Achilleusbad; der Bogen
dort, der heute Urbikiostor heißt, war ein Landtor von Byzanz. Dann
stieg die Mauer über die Chalkoprateia bis zum Milion an, wo auch ein
Landtor von Byzanz war, lief zu den geflochtenen Säulen der Tzykala-
reia, stieg zu den Topoi hinab und wendete sich über Mangana und Ar-
kadianai zur Akropolis zurück. Sie hatte aber insgesamt 27 Türme. Das
ist die Stadtanlage des Byzas.

Janin CB 12f.

Diese Notiz, mit der die topographischen Rezensionen ihren Text
beginnen, ist alles, was vom interpolierten Pseudo-Hesychios der Re-
zension P an Material zur vorkonstantinischen Stadt übernommen wurde.
Mit dem ursprünglichen Pseudo-Hesychios hat sie nichts zu tun, da sie
mit der gesamten Einleitung zusammen erst 989/90 entstand1.

Die Beschreibung einer Byzasmauer auf dieser Trasse ist ohne älte-
re Parallele; für die einzelnen Punkte ihres Verlaufes verweise ich auf
die entsprechenden Notizen, nämlich

Menaskirche

80/ply'

ta Eugeniu

A5

Strategion

87/p l&'

ta Urbikiu

86/-

Chalkoprateia

89/pica1

Milion und Tzykalareia

22/k|3'

Topoi

74/oa'

Mangana

78/pta’

Arkadianai

41a/pß'

1 S. oben S. 57.

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