Sommer, Gustav [Editor]
Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Sachsen (Band 7): Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Wernigerode — Halle a. d. S., 1883

Page: 158
DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/bkds_bd7/0173
License: Creative Commons - Attribution - ShareAlike Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
Zeittafel

der wernigerödischen Bau- und Kunstgeschichte
bis zum Ende des 17. Jahrhunderts.

Die folgende Uebersicht sucht innerhalb der dem vorliegenden Unternehmen
gesteckten zeitlichen Grenzen die Einzelheiten der landschaftlichen Kunstgeschichte
möglichst vollständig nach der Zeitfolge zusammenzustellen, ohne jedoch den
Anspruch zu erheben, erschöpfend zu sein. Ausgeschlossen ist alles Glocken-
kundliche, da dies in einer besonderen Uebersicht gegeben ist. Auch Alter und
Gründung der Altäre und der unmittelbar an und bei Pfarr- und Klosterkirchen
und Klöstern gelegenen Kapellen ist nicht angegeben, weil man das Nöthige meist
in meinen ^Kirchlichen Alterthümern der Grafschaft Wernigerode’ Harzzeitschrift XII
(1879) S. 125— 193 beisammen findet. Wo bei Leichensteinen und anderen meist
bezw. neueren Denkmälern letztere selbst nicht mehr vorhanden und nur durch
Chr. Heinr. Delhis ^handschriftliche Beschreibung der Grafschaft Wernigerode’ (In-
schriftensammlung) bezeugt sind, ist dies durch ein beigefügtes Del. angedeutet.

E. J.

877. Stiftung des Benedietiner-Jungfrauenldosters Drübeck durch die Grafen Theti und
Wikker; besondere Schenkung zur Erhöhung des Baues. Weitere hrwähnungen
des Klosters 960, 980 u. ff.

995. K. Otto’s III. Anwesenheit auf der königlichen Ilsenburg.

1000 und nächste Zeit vorher: Klause der Einsiedlerin Sisu bei Drübeck (noch um 1600
als Ruine vorhanden). Ueber weitere Klausen siehe Harzzeitsclirift 12,185 ff.

1004. Der wahrscheinlich hölzerne ursprüngliche Bau des Klosters Drübeck ist durch einen
neuen ersetzt (monast. moderno tempore constructum); 1021 insigne monasterium.

1008. Die Kirche (S. Stephani et Laurentii) zu Reddeber zuerst erwähnt.

1018. Die im Jahre 1003 von Kaiser Heinrich II. geschenkte Ilsenburg ist von B.
Arnolf v. Halberstadt in ein Benedictinermannskloster nach der Fuldischen Ordnung
verwandelt und eine in die Ehre des h. Petrus geweihte Klosterkirche erbaut.

Mitte des 11. Jahrh. Raubschloss Ilsenstein über dem Ilsethal, welches das Kloster Ilsen-
burg bedrängt und schädigt.

■Gegen 1066 — 1085. Bischof Burchard II. v. Halberstadt stellt besonders durch seinen
als Abt berufenen Neffen Herrand das nahezu vernichtete Kloster Ilsenburg inner-
lich, wie in seinem äusseren Baue, wieder her.

1078 — 1087. Bischof Burchard v. Halberstadt leitet ,als getreuer Baumeister’ unter Beirath
seiner Amtsbrüder B. Werner v. Merseburg und B. Hartwig v. Verden den von
Grund aus neuen Bau der Ilsenburger Klosterkirche, welche am 5. Juni 1087
feierlich eingeweiht wird.

1088. Nachdem Bischof Burchard am 6. April des Jahres seinen zu Goslar empfangenen
Wunden in seiner Lieblingsstiftung'Ilsenburg erlegen ist, wild er hier, nach seinem
loading ...