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Reiz. Die 1864 und 1866 entstandenen Hal-
lenhäuser in Vierständerbauweise stehen
firstparallel mit dem durch Inschriften im
Dielentorbalken verzierten Wirtschaftsgie-
bel zum Hatefeld orientiert. Den räumlichen
Abschluß bildet die Traufseite der querer-
schlossenen Scheune unter Halbwalmdach
mit Inschrift im Torbalken.
Ortskarte Seite 138/139
SEELZE-DEDENSEN

Die Ortschaft Dedensen taucht 1245 als
Tedelessene im Calenberger Urkunden-
buch auf. Die Siedlung entstand vermutlich
zur Zeit der planmäßig angelegten Ro-
dungssiedlungen, wobei der nördliche Orts-
teil jünger ist. Das Forsthaus AUF DEM
DAMME 12, ein zweigeschossiger, unsym-
metrisch gegliederter Fachwerkbau von
sechs Fensterachsen, bestand schon 1781.
Die Fassadenverkleidung läßt eine genaue-
re Datierung nicht zu. Die Hofanlagen der
Ortschaft waren bis in die zweite Hälfte des
19. Jh. durch die großen Hallenhäuser in

Fachwerk bestimmt, wie das leider im Wirt-
schaftsgiebel veränderte Hallenhaus der
Hofanlage BREITE REHRE 1 erahnen läßt.
Der südliche Siedlungsteil ist vorwiegend
von Ziegelbauten aus der Zeit um 1900
bestimmt. Die Wohnhäuser der dicht anein-
ander gereihten Höfe entstanden als z.T.
schmuckvolle zweigeschossige „Zuckerrü-
benburgen“. Der streng symmetrisch durch
Lisenen, tropfenförmige Gesimse und rund-
bogige Fenster gegliederte Bau ALTES
DORF 11 mit mittigem Eingang unter klei-
nem Erker stammt aus dem letzten Jahr-
zehnt des 19. Jh. Die vielteiligen durch Zie-
gelziersetzungen, Erker und Türmchen ge-
gliederten Wohnhäuser der Hofanlagen AL-
TES DORF 17 und ALTES DORF 29 sind
datiert 1905 und 1909.
Aus gleicher Zeit, von 1907, stammt die
eingeschossige in Ziegel erbaute Schule
ALTES DORF 25. Sie steht in direkter
Nachbarschaft der kleinen Kapelle ALTES
DORF 27. Die neugotische Ziegelkirche
wurde 1897 nach Entwürfen von C.W. Hase
erbaut. Bis auf den neugotischen Taufstein
wurde die Inneneinrichtung ebenfalls von

Hase entworfen. Die vorher abgebrochene,
baufällige Kapelle stand in der Dorfmitte. Es
war ein Bruchsteinbau aus dem Jahre 1695.
Die Gemeinde gehörte ursprünglich zur Kir-
che von Groß Munzel und ist seit 1606 selb-
ständig.
In unmittelbarer Nähe des Kanals wurde um
1915 UNTER DEN LINDEN 12, 14, 16, 18,
20 und 22 eine Reihenbebauung mit kleinen
eingeschossigen Wohnhäusern in Ziegel-
bauweise errichtet. Eingelegte Putzfelder
verzieren die kleinen Drempel. Diese durch
die Lindenreihe, die Gebäudestellung, das
Material und die Schmuckelemente einheit-
lich angelegte Siedlung bilden eine Gruppe
baulicher Anlagen.
Ortskarte Seite 138/139
SEELZE-DÖTEBERG

Die Haufensiedlung Döteberg wurde ver-
mutlich im Zuge großflächiger Rodungen
der Billunger Herzöge in der Mitte des
11. Jh. in unmittelbarer Nähe einer vorhan-
denen Waldkapelle angelegt. Schutzherr


Almhorst, Hatefeld 6,
Scheune, 1888

Dedensen, Altes Dorf 27,
Kirche, 1897, C.W. Hase


Dedensen, Auf dem Damme 12,
ehern. Forstamt, 1781


Almhorst, Hatefeld 2,
Wohn-Wirtschaftsgebäude, 1864



Almhorst, Bröhnfeld 6,
Wohn-Wirtschaftsgebäude, um 1800

Dedensen, Unter den Linden 12,14,16,18,20 und 22, Wohnhäuser,
um 1915


Dedensen, Altes Dorf 29,
Wohnhaus, 1909


Dedensen, Altes Dorf 17,
Wohnhaus, 1905


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