Universitätsbibliothek HeidelbergUniversitätsbibliothek Heidelberg
Overview
loading ...
Facsimile
0.5
1 cm
facsimile
Scroll
OCR fulltext
eher Anlagen, die aus den Hausnummern
IM SANDE 14, 16, 18 und 20 besteht, liegt
im westlichen Erweiterungsbereich der
ländlichen Siedlung, die um die Mitte des
19. Jh. angelegt wurde.
Eines der aufwendigsten Wohnhäuser in
Ziegelbauweise aus der Zeit um die Jahr-
hundertwende steht in der STÖCKENER
STRASSE 16. Das zweigeschossige Wohn-
haus mit kleinem Walm und mittigem Erker
steht traufständig zur Straße. Durch glasier-
te Ziegel, Ziegelziersetzungen, umlaufende
Gesimse und kleine Verdachungen über
den korbbogigen Fensteröffnungen ist das
Gebäude symmetrisch gegliedert.
An der LANGE FELDSTRASSE 117 und 119
errichtete die Eisenbahn um 1910 ein zwei-
geschossiges traufständiges Doppel-Wohn-
haus mit zwei querangebauten Flügeln und
utluchtähnlichen Ergänzungen in Fachwerk.
Das Gebäude diente zur Unterbringung der
Lokführer. Daneben entstand etwa zur glei-
chen Zeit das dreigeschossige Verwal-
tungsgebäude als Putzbau auf Bruchstein-
sockel mit Mittelrisalit unter Satteldach und
angedeuteten Seitenflügeln unter Walm-

dach. Auf dem Bahngelände sind ein klei-
nes Bahnhofsgebäude mit Dachreiter und
ein Stellwerk mit Obergeschoß in Fachwerk
erwähnenswert.
Beidseits der Klöckner Straße, der Lange
Feldstraße, in der Straße Bauverein und
nördlich des Bahnkörpers entstanden seit
Anfang des 20. Jh. mehrgeschossige
Wohnbauten als freistehende Häuser oder
als langzeilige Siedlungsbauten. Ein in sei-
ner Geschlossenheit gut ablesbares Bei-
spiel ist die Genossenschaftssiedlung in der
EBERTSTRASSE. Die dreigeschossige ver-
putzte Häuserzeile der Baugenossenschaft
Letter stammt aus der Zeit um 1920.
Ortskarte Seite 144/145

SEELZE-LOHNDE

Schon 1270 wurde die Ortschaft im Zusam-
menhang mit einer Wassermühle erwähnt.
Der alte Ortskern von Lohnde ist nach dem
Bau des Mittellandkanals im Süden nur über
Brückenbauwerke zu erreichen. Im Norden
am FÄHRWEG verbindet eine Dreigelenk-

Bogen-Brücke aus der Zeit um 1920 in
Stahlbeton die Ortschaft mit den Länderei-
en auf dem Nordufer der Leine.
In dem z.T. von landwirtschaftlichen Bauten
bestimmten nördlichen Teil von Lohnde ist
das Haupthaus der Hofanlage LOHNDER
STRASSE 20 zu erwähnen. Der steile Wirt-
schaftsgiebel in Fachwerk mit roten Ziegel-
ausmauerungen kragt vierfach über
Schwellbalken mit Stichbalken und Füllhöl-
zern vor. Das großvolumige Wohnwirt-
schaftsgebäude bildet zusammen mit einer
Scheune in Ziegelbauweise und einem Wirt-
schaftsgebäude als Wandständer in Fach-
werkkonstruktion aus der Zeit um 1800 eine
Gesamtheit baulicher Anlagen. In direkter
Nachbarschaft liegt die Hofanlage LOHN-
DER STRASSE 24 mit Haupthaus, Scheune
und weiteren Nebengebäuden. Besonders
genannt werden muß hier der Altenteiler
LOHNDERSTRASSE 24 A von 1834. Das
als Vierständer abgezimmerte Hallenhaus
weist mit seinem flächig gestalteten Giebel
Konstruktionsmerkmale auf, die in dieser
Hauslandschaft erst einige Jahrzehnte spä-
ter gehäuft Verwendung finden. Aus der

Letter, Im Sande 4,
Wohn-Wirtschaftsgebäude, 1743


Letter, Lange Feldstraße 121,
Verwaltungsgebäude, um 1910


Letter, Lange Feldstraße 117 und 119,
ehern. Lokführer-Wohnhaus, um 1910



Lohnde, Beekestraße 11,
Wohnhaus, frühes 19. Jh.

Letter, Im Sande 14,16,18,20,
Wohn-Wirtschaftsgebäude, Mitte 19. Jh.



Letter, Stöckener Straße 16,
Wohnhaus, Jahrhundertwende

Lohnde, Fährweg, Brücke, 1912


258
 
Annotationen