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Carl Humann's Name steht mit gutem Rechte an der Spitze dieser Arbeit,
deren Vollendung er nicht hat erleben sollen. Seinem Andenken widmen die Mit-
arbeiter das fertige Werk.

Es war bereits im Frühjahre 1887, dafs Conrad Cichorius auf einer Reise
in Kleinasien, einem Hinweise Humann's folgend, auch Hierapolis berührte und
von dem Reize der Ortlichkcit zu wissenschaftlicher Behandlung der sich dar-
bietenden Erscheinung angeregt wurde. Hierüber nahm er in Smyrna mit Humann
Rücksprache, und bei raschem Entgegenkommen entstand der Plan einer Be-
arbeitung der Alterthümcr von Hierapolis, so weit eingehend, wie auf Grund
nicht allzulangcn Besuches und ohne Ausgrabung möglich sein würde. Der Plan
nahm volleren Umfang an und die Kräfte ihn durchzuführen wuchsen, indem Walther
Judeich und Franz Winter, die damals Kleinasien bereisten, sich gern bereit
finden liefsen, an der geplanten kleinen Expedition Theil zu nehmen. Das archäo-
logische Institut erleichterte die Ausführung für Humann persönlich, und so reisten
alle vier zum Werke Vereinte am 24. Juni 1887 an Ort und Stelle und blieben dort
in voller Thätigkeit bis zum 7. Juli des Jahres. Während Humann die Pläne und
Grundrisse entwarf und photographische Aufnahmen machte, widmeten sich die
andern Theilnehmer mit ihm der Gesammtbetrachtung der Ruinen und im Be-
sonderen der Inschriften und Bildwerke. So kam das Ganze im weiteren Fortgange
 
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