Bayern / Staatsministerium des Innern für Kirchen- und Schul-Angelegenheiten [Editor]; Hoffmann, Richard [Oth.]
Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern (2,3): Bezirksamt Waldmünchen — München, 1906

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III. B.-A. Waldmünchen.

HERZOGAU.
VO. V, 475; XXVII, 135 Anm.; XLIII, 147. — MB. XXXVI a, 447; XXXVI b,
346. - Hist. Abhandl. der kgl. Bayr. Akademie d. Wissenschaften, IV (1818), 378.
Handbuch des Großgrundbesitzes in Bayern, herausg. vom Central-Comite des land-
wirtschaftl. Vereins in Bayern, München 187g, S. 133. — F. X. LoMMER, Die Geschichte
der oberpfälz. Grenzstadt A-Valdmiinchen, Amberg 1888. — R. A. REISNER FREIHERR
VON LiCHTENSTERN, Ein kleiner Beitrag zur oberpfälz. Orts- und Familiengeschichte,
in d. Zeitschrift »Das Bayerland« i8po, S. 142. - - Jos. Süss, Monographie von Herzogau,
1843. Hist. Ver. O. 811. - FREIHERR VON VoiTHENBERG, Entwurf einer Ge-
schichte des Glashiittengutes Herzogau bis zu dem Jahre 1774. MS. im Hist. Ver. O. 812.
»Herzogenawe« kommt zuerst im Salbuche des Herzogs Heinrich von Nieder-
bayern von ca. 1270 vor. (VO. V, 473. — MB. XXXVI a, 447.) 1579 erbaute
Gebhardt Rueland, Pfleger zu Waldmünchen, mit dem Consens des Pfalzgrafen
Johann Casimir zu Herzogau eine Glashütte. Mit dem Ende des 17. Jahrhunderts
sind die Freiherrn Voith von Voithenberg Besitzer von Herzogau. Schloß und
Glashütte nicht mehr vorhanden.
Rath. Kirche. RATH. KIRCHE ST. ANNA UND SEBASTIAN. Filialkirche von Wald-
münchen. Matrikel R., S. 270. Eaut Inschrift über dem Eingang von Jos. Ferdinand
von Voith, Reichsfreiherrn von Voithenberg, und seiner Gattin Renata, einer geborenen
von Müller zu Altammerthal und Fronhofen, am 17. Juni 1787 von Grund aus neu erbaut.
Eingezogener, dreiseitig geschlossener Chor. Langhaus drei Joche. An dem
gedrückten Tonnengewölbe einfaches Rahmenwerk in Stuck. Chor und Langhaus
durch Pilaster gegliedert. Seitlich vom Chor Nebenräume mit niedrigen Emporen.
Westlicher Dachreiter mit Kuppel.
Einrichtung. Die Ausstattung der Kirche hat sich einheitlich aus der Erbauungszeit erhalten.
Drei handwerkliche, aber nicht uninteressante Rokokoaltäre ohne Säulen mit
seitlichen geschweiften Stützen und Muschelornamenten. Auf den Altären dreiviertel-
lebensgroße Holzfiguren, handwerkliche Arbeiten um 1787.
Hoizreiief. Vom Chorbogen hängt ein bemaltes Holzrelief der Krönung Mariens
herab. 18. Jahrhundert. H. ca. 0,30 m.
Grabsteine. Grabsteine. Joseph Ferdinand von Voith, Reichsfreiherr von Voithenberg,
Herr auf Herzogau, Arnstein, Hildesried und Pulvermiehl, y 4. Januar 1798 im
70. Lebensjahre. Oben das Wappen. Solnhofer Stein im Empirecharakter. H. 1,60,
Br. 0,72 m. -- Frau Sabina Renata von Voith, Reichsfreiin von Voithenberg aut
Herzogau etc., eine geborene von Müller auf Fronhofen und Altammerthal, y 23. Fe-
bruar 1803, im 76. Lebensjahre. Oben das Allianzwappen. Solnhofer Stein im Em-
pirestile. H. 1,76, Br. 0,78 m.
Glocken. Glocken. 1. Von Johann SylviusKleeblattinAmberg, 1773. - 2.Zwei Glocken
von Johann Florido in Straubing, 178p.
HILTERSRIED.
Literatur. VO. V. 433 t.; VI, 328 Anm.; VII, 32; IX, 24 f., 146, 133, 138; X, 331 Anm.;
XIV, 206, 208, 283 f., 288, 300, 302, 313, 321, 323 f., 327 f., 334, 337 ff., 340; XV,
38; XIX, 20 f., 58, 124, 153; XX, 178; XXI, 234, XXII, 48; XXIV, 217; XXV,
26p; XXVI, 146; XXVII, 36 Anm.; XXXIX, 182, 213; XL, 38, 63, 167; LI, p2;
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