Bayern / Staatsministerium des Innern für Kirchen- und Schul-Angelegenheiten [Editor]; Hoffmann, Richard [Oth.]
Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern (2,3): Bezirksamt Waldmünchen — München, 1906

Page: 54
DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kdkb_waldmuenchen/0066
License: Creative Commons - Attribution - ShareAlike Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
54

in. B.-A. Waldmünchen.

IT EPEN BACH.

Lth. Pfarr-

A"0. 111, 165, 170; Yi, 170, 331, 333; A'II, 138; IX, 133 -169; XATI, 93;
XXIII, 291; XXIX, 1, 3, 40, 39; XXX, 149; XXXIII, 37, 44, 46 f., 30; LUT, 230.
MB. XIII, 131; XXAT, 171, 178, 189, 212. — JOHANN MARTIN MAXIMILIAN
EiNziNGER VON EiNziNG, Bayerischer Löw, Das ist: Historisches und Heraldisches
A'erzeichniß der Bayerischen Turnierer und Helden
etc. etc., Anderer Band, München 1762, S. 469. —
SCHÖNWERTH I, 233; II, 266. — JOS. STICHAUNER,
Tiefenbach in der Oberpfalz, A'O. IX, 133—169.
MICHAEL WILHELM, Beschreibung von Tiefenbach,
1844. MS. im Hist. ATr. O. 333.
Tiefenbach wird zuerst in einer Urkunde von
1180 erwähnt, wo unter vielen anderen auch ein
»Roudiger von Tuiphenpach« als Zeuge bei einem
ATrgleiche des Klosters Prüfening angeführt wird.
(MB. XIII, 131. — A"0. ATI, 138.) Im Salbuche
des Herzogtums Bayern von ca. 1270 ist auch
Tiefenbach unter den Orten genannt, die Eigentum
der Sigenhofer waren. Am 28. Juni 1321 belehnte
Ludwig der Bayer den Rüdiger Kadolsdorfer wegen
treu geleisteter Dienste mit einem Hofe in Tiefen-
bach. (A^O. III, 163, 170.) In einer Schenkungs-
urkunde von 1360 wird ein Heinrich von »Teulfen-
pach« genannt. (MB. XXAT, 171.! Derselbe
Heinrich der Gruber : ze Teufenpach« kommt mit
Heinrich dem Dofringer und Dietrich »Pfarrer ze
Teufenbach . in Schönthaler Urkunden von 1363
(AIB. XXVI, 178) und von 1372 (MB. XXAT,
189) als Zeuge vor. Im 13. Jahrhundert war das
mächtige Geschlecht der Zenger im Besitze von
Tiefenbach. Anfang des 16. Jahrhunderts (1308)
gelangte Ritter Thomas Fuchs in den Besitz von
Altschneeberg und Tiefenbach. 1532 erbte Georg
von Murach mit Altschneeberg auch Tiefenbach.
(A^O. IX, 161, 162.) Bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts war Tiefenbach im
Besitze derer von Murach. Im Laufe des 17. Jahrhunderts folgten die Freiherrn von
Stauding, dann die Grafen von Aufseß, von denen Altschneeberg und Tiefenbach an
die Freiherren von Reisach überging. Diese waren auch Besitzer der nahen Hofmark
Treffeistein, (Uber die freiherrliche Familie der Reisach s. JOHANN AlARTiN MAXIMILIAN
EiNziNGER VON EiNziNG, Bayerischer Löw, II. Bd., München 1762, S. 469.
YO. IX, 133 169; XXIII, 28711.)
KATH. PFARRKIRCHE ST. VEIT. Matrikel R., S. 268. —A O. XATH,
137. - - ZiMMERMANN, Kalender V, 212. - Jos. STICHAUNER, VO. IX, 133—169.
1719 und 1720 erbaut, 1721 vollendet, 1723 geweiht. (Matrikel R., S. 268.)
Der nicht eingezogene Chor halbrund geschlossen. Langhaus vier joche.
Tonnengewölbe mit Stichkappen auf Pilastern. Am Gewölbe einfaches Rahmenwerk
loading ...