Bayern / Staatsministerium des Innern für Kirchen- und Schul-Angelegenheiten [Editor]; Hoffmann, Richard [Oth.]
Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern (2,3): Bezirksamt Waldmünchen — München, 1906

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III. B.-A. Waldmünchen.





Schwarzenburg. (Gerichtsliteralien der Oberpfalz, Nr. 206^/7, im Reichsarchiv München.
HUND III, 47p.) Am 16. März 1530 verpfändete Pfalzgraf Friedrich an Hans Fuchs
von Schneeberg die Burg mit der hohen und niederen Gerichtsbarkeit, vorbehaltlich
des Halsgerichts auf AViederlosung, welche 1342 durch Verkauf aufgehoben wurde.
(Gerichtsurkunden von Rotz im Reichsarchiv München, Fasz. 3.)
Am 23. Februar 1340 wird abgemacht, daß in das von Pfalzgraf Friedrich am
16. März 1330 an Hans Fuchs von Schneeberg verkaufte Schloß Treffeistein nicht
mehr als 200 ft. verbaut werden dürfen. (Gerichtsurkunden von Rötz, im Reichs-
archiv München, Fasz. 3.)
Seit 1542 war Treffeistein ein adeliges Landsassengut. Durch Erbschaft kam
es 1332 an die Herren von Adurach, 1374 an Jörg von Berlichingen, der sich um
1600 Herr von Treffeistein und Eleeberg schrieb. Von den Berlichingen kam Treffei-
stein durch Rauf an Konrad von Stauding, 1662 an GrafTörring, 1706 an Christian
Adam von Satzenhofen, 173p an die von Guggenmoß, 1760 an die Freiherrn von
Reisach auf Tiefenbach.
Die Burg liegt inmitten des Dorfes auf einem Gneiskegel, der nach allen Seiten,
am steilsten gegen Süden, terrassenförmig abfallt. Auf der höchsten Stelle, einem
gewaltigen Gneisfelsen, erhebt sich als einziger Rest ein ca. 13 m hoher Rundturm.
(Profil und Lageplan Fig. 4p. - Ansicht des Turmes Fig. 30.) In den Turm sind
vier große Fenster mit Backsteingewänden gebrochen; an der Südseite ist oben der
alte Zugang noch sichtbar. Die Mauerstärke im Innern des Turmes beträgt ca. 2,30 m.
Die Mauertechnik mit den lagerhaft geschichteten Gneisstücken (Fig. 4p) läßt die Mög-
lichkeit zu, daß der Turm noch aus dem 11. Jahrhundert stammt. Doch ist zu be-
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