Bayern / Staatsministerium des Innern für Kirchen- und Schul-Angelegenheiten [Editor]; Hoffmann, Richard [Oth.]
Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern (2,3): Bezirksamt Waldmünchen — München, 1906

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III, B.-A. Waldmünchen.



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J. GAREis, Skizze von Waldmünchen, Bayer-
land 1894, S. 137 f- — MATTHÄUS STERNER,
Die Oberpfalz, Ein Leitfaden zum Unterricht in
der Heimatkunde, 3. Aull., Regensburg 1900,
S. 30. — FR. L. BAUMANN, Zur Geschichte der
Lechrainer und der Stadt München, Archival.
Zeitschrift, Neue Folge, Bd. X (1902,) 6. (Uber
das Stadtwappen.) — Jos. PLASS, Geschichtliche,
geographische und statistische Darstellung des
Amtsgerichts Waldmünchen. MS. im Besitze
des Herrn Direktors L. Auer im Kassianeum in
Donauwörth. — MSS. im Hist. Ver. O. 133,
239, 863.
Ansichten. PHILIPPAPIAN, 24 Bayrische
Landtafeln, 1368 (Miniaturansicht). — Auf einer
Karte, Plan Nr. 3284, im Reichsarchiv München.
(Fig. 34.) — MERiAN, Topographia Bavariae, 1644,
S. 109. (Fig. 33.) — A. W. ERTEL, Churbayer. Atlas,
1687, S. 170. — Stich nach MERiAN, bez. G. BoDEN-
EHR fec. et exc. Aug. Vind. — Ölgemälde im Pfarrhof Cham, Erste Hälfte des 18. Jahr-
hunderts. — Marktplatz vor dem Brande 1839. Im Hist. Ver. Regensburg, Samm-
lung: Pläne, Ansichten aus der Oberpfalz.
RATH. STADTPFARRKIRCHE ST. STEPHAN. Matrikel R., S. 270.
VO. XVIII, 137; LV, 131. — MB. XXVI, 145. -- Reg. Boic. VIII, 222. -
ZiMMERMANN, Kalender V, 282 ff. - Kurze Beschreibungen, auch einfache Anzeigen
der Ritterordens-Commenden, der Kollegiatstifte, der Abteyen und Probsteyen etc. etc.
in Bayern, nebst einem Anhang von der Ober-Pfalz, Regensburg 1799, S. 173.
LOMMER, II, I, 34 ff.
Geschichte und Baugeschichte. Auf die Pfarrkirche St. Stephan
bezieht sich die Erklärung des Friedrich von Weydenberch, des Landgrafen von
Leuchtenberg obersten Pflegers, vor dem Rat und der Gemeinde zu München, daß
von dem Kloster Schönthal das Bauholz zum Kirchenbau geführt worden sei, welche
Leistung weder von Rechts- noch von Gewohnheitswegen in Anspruch genommen
werden kann und für die Dank gesagt werden muß, 28. August 1331. (MB. XXVI,
143. — Reg. Boic. VIII, 222.) 1333 wurde der Turm südlich am Chor (laut Jahres-
zahl an der Südseite) erbaut.
Für die baugeschichtliche Entwicklung der Kirche waren die großen Brände
von 1638 und 1708 von einschneidender Bedeutung. Schon nach 1638 erhält
St. Stephan wegen der bequemen Lage mitten in der Stadt eine größere Bedeutung
gegenüber der ebenfalls abgebrannten St. Magdalenenkirche auf dem Schloßberg.
Doch wurde letztere noch aufgebaut. Als jedoch 1708 ein zweiter Brand verheerend
über beide Kirchen ausbrach, da erhob man die Kirche St. Stephan zur Pfarrkirche
und baute St. Magdalena überhaupt nicht mehr auf. (LOMMER, II, I, 42.) Wann
die Kirche St. Stephan durch eine dreischifhge Anlage des Langhauses (an Stelle
der bisherigen einschiffigen) vergrößert wurde, ob nach dem ersten Brande (1638)
oder erst nach der zweiten Feuersbrunst von 1708, kann nicht mit Sicherheit fest-
gestellt werden. Jedenfalls aber sind das Gewölbe und die Hochwand des Mitte-
schiffes nach 1708 entstanden. Dafür sprechen die zu Anfang des 18. Jahrhunderts
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