Oechelhäuser, Adolf von ; Kraus, Franz Xaver [Editor]
Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden (Band 4,1): Die Kunstdenkmäler des Amtsbezirks Wertheim (Kreis Mosbach) — Freiburg i.Br., 1896

Page: 265
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AMT WERTHEIM.

WERTHEIM.

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wie oben, unterbrochen von vier Wappen: Löwenstein, Stolberg und zweimal Sayn und
Wittgenstein.

19) Amalie Christine, Gräfin von Löwenstein-Wertheim-Virne-
burg -J- 1689.

Grabplatte (r. S.) von derselben Anordnung wie 18) mit den Wappen Löwenstein,
Manderscheid, Teufenbach und Rotthal in den Ecken.

20) Eucharius Casimir, Graf von Löwenstein-Wertheim-Virneburg
•j* 1698 (vergl. oben Nr. 2).

Grabplatte (r. S.) mit 35 zeiliger Cursiv-Aufschrift unterhalb eines ruhenden Löwen •
mit der Ueberschrift: Parte tarnen vigilat.

Hierneben noch ein ganz vertretener Grabstein vom Jahr 151 o, dessen Umschrift
in gothischen Minuskeln nicht mehr zu lesen ist; in der Nähe zwei weitere Platten, ganz
unkenntlich.

Die letzten vier Grabplatten liegen östlich von der Bettlade vor dem Isenburg'schen
Epitaph.

21) Barbara, Gräfin von Wertheim -f- 1561.

Grabplatte (r. S.) mit dem Bilde der Gräfin in Hochrelief (ganze Figur) mit den
Wappen von Limburg, Werdenberg, Wertheim-Breuberg, Markgrafsch. Baden und Oettingen
in der oberen, und der zwölfzeiligen Inschrift' auf einer reich umrahmten Cartouche-Tafel
in der unteren Hälfte. Das hohe Relief der Figur, Wappen, Cartouche etc. machen
wahrscheinlich, dass die Platte ursprünglich aufrecht eingemauert werden sollte.

22) Georg, Graf von Isenburg -f- 1577.

Grabplatte (gr. S.) mit der Figur des Ritters in Relief, vier Wappen [Isenburg, Wied,
Wertheim-Breuberg und Nassau - Dietz (?]] in den Ecken und der Grabschrift ringsum,
welche an dem grossen Epitaph fehlt.

23) Ludwig, Graf von Stolberg-Wertheim f 1574.

Grabplatte (gr. S.) mit dem Gesammtwappen in der Mitte und einer Tafel (gereimte
Lobrede) darunter. Die Umschrift von vier Eckwappen: Stolberg, Mansfeld, Eppstein-
Königstein und Mark) unterbrochen.

54) Walburg, Gräfin von Wied f 1578.

Grabplatte (gr. S.) in derselben Anordnung wie die vorhergehende des Gatten; von
den Eckwappen sind nur noch Wied-Runkel und Hessen zu erkennen. Die untere Tafel
mit den gereimten Lobspr'üchen erscheint bei den beiden Platten mit schöner Cartouche-
Umrahmung und Fruchtschnüren verziert; Musterstücke in ihrer Art.

B. Im Langhause.

Am zweiten Pfeiler beim nördlichen Haupteingange:
25) Heinrich Briseboix •}- 1563.

Einfache, geschmackvolle Renaissance-Denktafel (gr. S.) mit Wappen (2:1 Spitz-
wecken mit Stern in der Mitte) und Grabschrift darunter. In dem Giebeldreieck ein

Steinmetzzeichen y\y, das auch auf dem Friedhofe vorkommt (s. Abbildung bei Ortwein,
XVI, Heft 2 Tafel XX).
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