Kissling, Hermann ; Stadtarchiv <Schwäbisch Gmünd> [Editor]
Künstler und Handwerker in Schwäbisch Gmünd 1300 - 1650 — Schwäbisch Gmünd, 1995

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Claß Veit

hausung samt dem Gärtlein dahinter auf dem Kalten
Markt (dafür nachweisbar ab 1639 2 fl 7 b 2 kr zinsend)
verkauft er 1662 an den Hafner Martin Schendel* um
350 fl. Über B. aus den Jahren 1638-1653 etliche klei-
nere Rechnungsbeträge, so z. B. 1637: Hans Burggra-
ven Hafner wegen Herrn Jacob Königs Ofen zu beszern
3 b, 1638 so er uff dem Rathaus und in der Greth ver-
dient 1 fl, 1640 Hans Burggraf Hafner wegen Herrn
Doctors Stahl Ofen und Laugheußle zuo machen laut
Zedel I fl 7 b 2 kr.
FamR II, 61. StadtR 1638, 8-82; 1641, 92’; 1645, 84 f.; 1648 I, 78’;
1648 II, 78 f.1649 1, 75’, 78’; 106’; 1649 II, 73; 1650 I, 82; 1653 I,
115-130. KR 1639-1662. VPfR 1637, 101; 1640, 11. CProt I, 1639,
367; II 1640, 5; III 1662, 378. KlagB III (31.1.1626; 21.7.1626;
24.4.1630).
Burggraf Melchior (Melcher) d. Ä. und d. J., Glaser.
B. verkauft am 16.3. 1556 an die Katharinenpflege 1/2
fl Zins aus seinem Haus in der Andern Barfüßergasse.
Die Pfründrechnung der Jahre 1574—1596 erwähnt B. -
auch Beg Melchior der Glaser genannt - mit etlichen
Arbeiten, z. B. Fenster gebessert (1 Ort 4 ß), Fenster
gemacht (6 b), ein eingeworfenes Fenster eingefaßt (1
Ort 5 ß 6 h). Vermutlich beziehen sich die Arbeiten auf
Vater und Sohn, denn 1575 werden zweimal Glaserar-
beiten abgerechnet mit dem Burggrafen dem Jungen
und dem Jung Melcher Burggrafen.
VPfR 1574, 55; 1575, 65; 1579, 69; 1583, 69; 1584, 66; 1585, 65 ff.;
1586,63; 1587, 65; 1589, 54; 1590, 59; 1592, 55; 1593, 56; 1595, 59.
FranzUr II, 8. UAK 172.
Burkhardt Johannes (Hans), Beindreher *1630 (?),
® 1651 Eva Weißmann (1652-1667 6 Kinder), zinst
1660 ff. aus seiner Behausung mit Höflein auf der
Badmauer. 1660 leiht ihm die Katharinenpflege 24 fl.
FamR II, 88. KR 1660 ff. CProt III (1660) 109.
Busch (Pusch) Leonhard (Lienhard), Steinmetz, Mau-
rermeister, Werkmeister, Kirchenmeister. 1547 Erster-
wähnung als stadtbesoldeter Steinmetz (15 fl); sein
Haus beim neuen Bad (1558). 1560 ein größerer Auf-
trag: Dem kirchenmeister Lienhart Pusch Dinckwerk
[Dingwerk: Akkordarbeit] des Schloß baw Bargau zalt
60 fl. 1570 erhält er von der Stadt von wegen des Eiß-
lingers Stain 1 fl 2 Ort 4 h und ab 1574 20 fl Jahressold
und 4 Fuder Brennholz. Am 13.5.1589 wird der Bau
der Spital-Zehntscheuer in Weiler in den Bergen Zim-
mer-Werkmeister Georg Schedel* verdingt. Die Maurer-
arbeit übertragen die Pfleger an Meister Leonhard
Busch und Michel Österle*, die obgedachte Scheuren

von dem gründ auf in die rigel zu mauren und zu deck-
hen und sollen die maur stain vor dem Burgstal da-
selbst uf Iren Costen brechen, Verlihen neben 2 mltr
Dünckhels 42 fl. B. ist wahrsch. der Vater des an der
Schorndorfer Stadtkirche tätigen Steinmetzmeisters
Jerg Busch (der eine Gmünderin zur Frau hatte). Dort
am Chor dessen 48 cm großes Steinmetzzeichen im
Meisterschild mit Name und Jahreszahl 1574.
StadtR 1547, 62, 202; 1549, 73, 223; 1560, 96, 120, 275; 1566, 89,
258; 1570, 47; 1574, 64’, 184; 1580, 45, 134‘. ZLDB 44. UASp A
149. - E. Nestle, Steinmetzzeichen der Stadtkirche Schorndorf,
Schorndorfer Schriften 2, Schorndorf 1977, 17 f., 48.
Butzer Leonhard (Lienhard), Maurer, erhält 1590 samt
seinen mit Consordten für 73 Fuder Pflastersteine (je
5 b) 24 fl 5 b.
StadtR 1590 II, 75'.

C, K

Caspar, Steinmetz, t vor 1548. Seine Witwe zinst zu
St. Theobald auf Martini 1547 10 ß, ebenso auf Wal-
burgis 1548.
PfründReg 17 f.
Caspar, Zimmermann, erhält 1582 anläßlich der Reno-
vierung des Herrn Adam Bühlmeyers Pfründhaus an
Macherlohn für das Brunnengestell 9 b 2 kr.
VPfR 1582, 69.
Claß Fritz, Beindreher, verkauft 1660 seine Behausung
mit kleinem Gärtlein im Pfeifergäßle an Goldschmied
Samuel Weber* um 233 fl.
SterbeB I, 142‘. CProt III (1660) 191 f.
Claß (Clos) Veit, Gürtler, 1584 mit Gefängnis bestraft,
weil er Hans Kolb, einen Gürtler von Nürnberg, dem
auferlegt war, seinen Pfennig anderswo zu zehren, auf-
genommen und Arbeit gegeben hat. Claß schwört Ur-
fehde und wird am 5.5.1584 entlassen. 1606 erhält er
für 102 Torzeichen 8 b.
StadtR 1606 II, 96. RP 1584, 21‘.

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